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Chinesen erhalten den Zuschlag : Noch ein Großaktionär verkauft seine Kuka-Anteile

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Kuka präsentierte seine Roboter auch auf der Internationalen Roboter-Ausstellung in Tokio im Dezember des vergangenen Jahres. Bild: AP

Erst trennt sich Voith von seinen Aktien, nun der Großaktionär Loh. Damit dürfte die Übernahme des Roboterbauers Kuka durch eine chinesische Firma unter Dach und Fach sein.

          Die politisch aufgeladene, geplante Übernahme des deutschen Roboter-Herstellers Kuka durch ein chinesisches Unternehmen ist offenbar unter Dach und Fach. Nach dem schwäbischen Maschinenbauer Voith hat anscheinend ein weiterer Kuka-Großaktionär entschieden, seine Anteile den Chinesen zu verkaufen.

          Der Unternehmer Friedhelm Loh hat nach einem Bericht des „Handelsblattes“ sein Aktienpaket im Umfang von zehn Prozent am vergangenen Wochenende an den chinesischen Midea-Konzern veräußert. „Ich habe am Donnerstag die Entscheidung zum Verkauf des Aktienpakets gefällt und am Freitag umgesetzt“, sagte Loh demnach.

          Am Sonntag hatte Voith mitgeteilt, sich für den Verkauf entschieden zu haben. „Unser Einstieg bei Kuka hat sich strategisch als ein großer Erfolg erwiesen“, sagte Voith-Chef Hubert Lienhard dazu. Voith war mit einem Anteil von etwas mehr als einem Viertel der größte Aktionär von Kuka gewesen. Für die Beteiligung habe das Unternehmen nun rund 1,2 Milliarden Euro bekommen. Loh wiederum dürfte fast eine halbe Milliarde Euro zufließen. Er versicherte, er habe sich mit Voith nicht abgestimmt.

          Die Bundesregierung hat eigentlich versucht, eine Übernahme von Kuka durch eine chinesische Firma abzuwehren und warb auch dafür, dass sich deutsche Unternehmen beteiligen könnten. Die Robotik gilt als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts - es besteht die Sorge, dass Wissen aus Deutschland abfließen könnte, wenn Kuka chinesisch wird.

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