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Gute Nachricht für Bayer : China erlaubt Monsanto-Übernahme - unter Auflagen

  • Aktualisiert am

Forscher in einem Monsanto-Labor in Kanada. Bild: Reuters

Bayer ist einen Schritt weiter damit, den Kauf von Monsanto unter Dach und Fach zu bringen. Bedingungen stellen aber offenbar nicht nur die chinesischen Wettbewerbshüter.

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          Bayer kommt mit der Übernahme des amerikanischen Saatgut-Unternehmens Monsanto weiter voran. Das chinesische Handelsministerium hat den großen Zukauf nun erlaubt - unter Auflagen.

          Bayer verpflichtete sich, nahezu sein gesamtes Geschäft mit Saatgut und Pflanzeneigenschaften abzugeben, einschließlich des Gemüsesaatgut-Geschäfts. Und zudem sein Geschäft mit dem Unkrautbekämpfungsmittel Glufosinat-Ammonium.

          Diese Veräußerungen seien mit der Vereinbarung und den laufenden Verhandlungen mit der BASF abgedeckt, erklärte ein Bayer-Sprecher. Der Konzern wolle zudem allen chinesischen Softwareentwicklern im Agrarbereich einen „fairen, angemessenen und diskriminierungsfreien Zugang“ zu seinem Digital-Farming-Angebot in China gewährleisten.

          Offenbar steht auch die EU-Kommission davor, die 62,5 Milliarden Dollar umfassende Übernahme unter Auflagen zu genehmigen. Bayer hat sich mit der BASF bereits darauf verständigt, an den Chemiekonzern Teile des Geschäfts mit Soja-, Baumwoll- und Raps-Saatgut sowie mit Breitband-Unkraut-Vernichtungsmitteln für knapp sechs Milliarden Euro zu verkaufen. Zudem werden mit BASF exklusive Gespräche über den Verkauf des Gemüsesaatgut-Geschäfts geführt. Zu den Auflagen der EU gehört angeblich auch, dass Bayer den Ludwigshafenern eine exklusive Lizenz für seine Plattform mit digitalen Daten für die Landwirtschaft anbietet.

          Die EU-Kommission hatte ihre Prüfung wegen Wettbewerbsbedenken bis zum 5. April verlängert. Bayer will die Übernahme im zweiten Quartal unter Dach und Fach bringen.

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