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Autokrise in China : Alarm am größten Automarkt der Welt

Im Rückwärtsgang: Der chinesische Hersteller Geely kämpft gegen sinkende Umsätze und spart sich auch die Automesse in Frankfurt. Bild: dpa

Die Chinesen kaufen erheblich weniger Autos, heimische Hersteller sind hart getroffen. Daimler, BMW und Co. hingegen schlagen sich noch gut. Doch just zur IAA droht auch den Premiummarken neues Unheil.

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          Li Shufu ahnte, was ihm bevorstand. Der chinesische Automarkt stehe vor einem heftigen Umbruch, warnte der Gründer des Autoherstellers Geely im März am Rande des Volkskongresses in China, in dem Li als Abgeordneter sitzt. Hersteller würden insolvent gehen, schwante es Li. Auf jeden Fall seien die frohen Zeiten zweistelliger Umsatzzuwächse auf dem größten Automarkt der Welt vorbei, lautete die Botschaft.

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Genau so ist es gekommen. Chinas Automarkt steckt in einer tiefen Krise. Im Juli ist der Autoabsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,3 Prozent auf 1,51 Millionen gefallen. Damit sind die Verkäufe in 13 der vergangenen 14 Monate in China zurückgegangen – jenem Land, von dem die deutschen Automanager früher schwärmten, hier kämen gerade mal 100 Autos auf 1000 Einwohner anstelle von 700 auf 1000 Menschen wie in Amerika. Mit anderen Worten: Da sei noch reichlich Luft nach oben im Absatzwachstum.

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