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Großübernahme von Ölförderer : Jetzt steckt Chevron mitten in einem Bieterwettstreit

  • Aktualisiert am

Gasförderung im texanischen Permbecken Bild: AFP

Die Übernahme von Anadarko Petroleum durch Chevron sollte der größte Deal in der Ölbranche seit Jahren werden. Doch nun interessiert sich auch Konkurrent Occidental für das Förderunternehmen – und bietet deutlich mehr.

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          Um den amerikanischen Ölförderer Anadarko Petroleum entbrennt ein Wettbieten. Der Konkurrent Occidental Petroleum kündigte am Mittwoch ein 57 Milliarden Dollar schweres Kaufangebot an, das die Offerte des Rivalen Chevron um sieben Milliarden Dollar übertrumpft.

          Es wäre der größte Deal in der Branche seit der Übernahme des Gasspezialisten BG Group durch den Öl-Riesen Royal Dutch Shell im Jahr 2016. Der Anadarko-Käufer würde sich einen größeren Zugang zum Permbecken im amerikanischen Bundesstaat Texas verschaffen. Dort liegen große Mengen Schieferöl, das mit Hilfe der umstrittenen Fracking-Methode gewonnen wird.

          Occidental bietet für jede Anadarko-Aktie 76 Dollar, davon 38 Dollar in bar sowie rechnerisch 0,6094 eigene Aktien. Das sind 19 Prozent mehr als der Anadarko-Schlusskurs vom Dienstag und 62 Prozent mehr als der Schlusskurs unmittelbar vor der Chevron-Offerte vom 12. April. Chevron bietet 16,25 Dollar und rechnerisch 0,3869 eigene Aktien. Der Kurs von Anadarko legte am Mittwoch in New York vorbörslich um zehn Prozent auf 70,30 Dollar zu.

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