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Riesenübernahme : China bietet 43 Milliarden Dollar für Syngenta

  • Aktualisiert am

Syngenta ist womöglich bald Teil eines chinesischen Riesenkonzerns. Bild: AFP

Es wäre die größte Übernahme eines chinesischen Unternehmens im Ausland: Der Chemiekonzern ChemChina streckt die Hand nach dem Schweizer Unternehmen Syngenta aus.

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          Nun ist es offiziell: Der größte chinesische Chemiekonzern ChemChina will den Schweizer Agrarchemie-Anbieter Syngenta übernehmen. Dies teilten beide Unternehmen an diesem Mittwoch mit, nachdem es zuvor bereits ziemlich harte Gerüchte darüber gegeben hatte.

          Die staatliche China National Chemical Corporation - kurz ChemChina - bietet demnach 465 Dollar je Syngenta-Aktie in bar und außerdem eine Sonderdividende. Damit wird der Schweizer Konzern mit mehr als 43 Milliarden Dollar (knapp 40 Milliarden Euro) bewertet.

          Wenn Aktionäre und Behörden der Übernahme zustimmen, wäre dies der bisher größte Zukauf eines chinesischen Unternehmens im Ausland. Die derzeitige Führung des schweizerischen Unternehmens soll wohl an Bord bleiben auch nach einer vollzogenen Übernahme. Außerdem könne Syngenta längerfristig auch wieder an die Börse gebracht werden, heißt es.

          Bereits seit einiger Zeit hatte es Spekulationen über eine entsprechende Übernahmevereinbarung gegeben. Im August des vergangenen Jahres wies der Verwaltungsrat von Syngenta eine 46 Milliarden Dollar umfassende Übernahmeofferte seines amerikanischen Wettbewerbers Monsanto zurück. Einige Wochen später wurde dann ChemChina als möglicher Interessent ins Spiel gebracht.

          Syngenta-Chef zufrieden

          Syngenta-Chef John Ramsey bezeichnete die Übernahmeofferte der Chinesen als „sehr angemessenes  Angebot“ - daraus lässt sich schließen, dass die Syngenta-Führung vermutlich einverstanden ist, was gerade im Falle sehr großer Übernahmen wichtig ist. Allerdings sagte er auch, der Konzern würde alternative Übernahmeangebote anschauen. „Würde es andere Arten von Angeboten geben, müsste der Verwaltungsrat das selbstverständlich prüfen.“

          Mit Hürden bei der Genehmigung des Deals mit ChemChina rechnet der Syngenta-Chef nach eigenem Bekunden nicht. Syngenta ist der weltgrößte Produzent von Mitteln gegen Insektenbefall, Unkraut und Pilze und zählt Bauern auf der ganzen Welt zu seinen Kunden.

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