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Schwache Konjunktur : BASF korrigiert Jahresziele deutlich nach unten

  • -Aktualisiert am

Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender des Chemiekonzerns BASF Bild: Reuters

Der Chemiekonzern BASF streicht seine bisherige Jahresprognose zusammen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen aus Ludwigshafen mit einem Rückgang des Betriebsergebnisses von bis zu 30 Prozent.

          Der Chemiekonzern BASF hat seine Gewinnerwartungen für dieses Jahr deutlich gesenkt. Statt eines Wachstums des Betriebsergebnisses von bis zu 10 Prozent rechnet der größte Chemiekonzern der Welt nun mit einem Rückgang von bis zu 30 Prozent. BASF begründete die Korrektur am Montagabend mit der globalen Industrieproduktion, die deutlich langsamer als erwartet gewachsen sei.

          Bernd Freytag

          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Ludwigshafen.

          Die Produktion der für den Konzern wichtigen Automobilwirtschaft sei im ersten Halbjahr sogar um 6 Prozent gefallen. Das habe sich negativ auf Mengen und Margen ausgewirkt. Zudem habe die schwache Entwicklung des Agrarsektors in Nordamerika belastet. Dort hätten die schwierigen Witterungsbedingungen und die durch den Handelskonflikt mit China getrübten Ertragsaussichten der Landwirte die Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln gebremst. Die Konflikte zwischen den Vereinigten Staaten und ihren Handelspartnern hätten sich anders als von BASF angenommen bislang nicht entschärft. „Insgesamt bleibt die Unsicherheit hoch.“

          Der Konzern hatte erst kürzlich angekündigt, wegen der Wachstums- und Ertragsschwäche 6000 Stellen zu streichen, davon die Hälfte in Deutschland. Analysten waren sich weitgehend einig, dass BASF die Gewinnprognose nicht halten kann, doch die Schärfe der Korrektur überrascht. Im zweiten Quartal fiel das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen um fast die Hälfte auf eine Milliarde Euro. Wegen der Kosten für das laufende Sparprogramm steht sogar nur eine halbe Milliarde Euro zu Buche. Unterm Strich bleibt ein auf 6,5 (Vorjahr 1,5) Milliarden Euro gewachsener Gewinn. Das ist allerdings nur dem Buchgewinn aus der Fusion der BASF-Tochtergesellschaft Wintershall mit Dea zu verdanken.

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