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Chemie- und Pharmakonzern : Bayer macht mehr Gewinn

  • Aktualisiert am

Blick auf das Werksgelände in Leverkusen Bild: dpa

Die Pharmasparte und auch die Monsanto-Übernahme bescheren Bayer gute Zahlen für 2019. Die Zahl der Glyphosat-Kläger wächst derweil weiter.

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          Bayer hat 2019 Umsatz und Gewinn deutlich gesteigert und die Markterwartungen erfüllt. Der Konzernumsatz schnellte um 18,5 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro nach oben, wie die Leverkusener am Donnerstag mitteilten. Dabei profitierte das Unternehmen unter anderem von einem Wachstum der Pharmasparte und einer Erholung des Geschäfts mit rezeptfreien Medikamenten. In beiden Bereichen stieg der Umsatz etwas stärker als Analysten im Mittel erwartet hatten. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um rund 28 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro.

          Der Umsatz lag einen Tick über den Schätzungen, das operative Ergebnis auf dem Niveau der Erwartungen. Die deutlichen Zuwächse gingen aber auch auf die Übernahme des amerikanischen Saatgutkonzerns Monsanto zurück. Unter dem Strich blieben mit 4,09 Milliarden Euro auch dank des Verkaufs von Unternehmensteilen 141 Prozent mehr hängen als vor einem Jahr. Die Dividende soll dennoch unverändert bei 2,80 Euro je Aktie bleiben. Für 2020 rechnet der Konzern mit einem währungs- und portfoliobereinigten Umsatzplus von etwa drei bis vier Prozent auf rund 44 bis 45 Milliarden Euro und einem Anstieg des bereinigten Betriebsgewinns um bis zu 9,6 Prozent auf rund 12,3 bis 12,6 Milliarden.

          BAYER

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          Die Glyphosat-Klagewelle ebbte unterdessen etwas ab. Die Zahl der Kläger wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des Unkrautvernichters erhöhte sich bis zum 6. Februar zwar auf etwa 48.600, wie Bayer mitteilte. Damit stieg die Kläger-Zahl in den Vereinigten Staaten aber deutlich geringer als zuletzt. Im vergangenen Oktober hatte Bayer vor allem die Werbekampagnen der großen Anwaltskanzleien dafür verantwortlich gemacht, dass sich die Zahl der Glyphosat-Kläger innerhalb von nur drei Monaten auf 42.700 mehr als verdoppelt hatte. Vorstandschef Werner Baumann sagte, der Konzern werde die Berufungsverfahren entschieden weiter verfolgen.

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