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Chemie : Sondererträge bescheren Celanese Gewinnsprung

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Aufgrund höherer Forderungen an Versicherer kann Celanese im zweiten Quartal einen höheren Gewinn verbuchen. Das Unternehmen, in dem die Chemieaktivitäten der Hoechst AG gebündelt sind, hebt seine Prognose für das Gesamtjahr.

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          Der Chemiekonzern Celanese hat im zweiten Quartal aufgrund hoher Sondererträge einen deutlich über dem Vorjahreszeitraum liegenden Betriebsgewinn erwirtschaftet. Mit seinen Zahlen lag Celanese klar über den Prognosen der Analysten. Doch die schwache Nachfrage und der starke Euro drücken im zweiten Halbjahr auf das Ergebnis.

          „Der Anstieg der Verkaufspreise über den Rohstoffkostenzuwachs hinaus hat es uns ermöglicht, unsere Margen zu vergrößern und unsere Profitabilität weiter zu verbessern", wurde Chief Operating Officer David Weidman in einer Mitteilung am Dienstag zitiert. Der Betriebsgewinn sei auf 110 Millionen Euro von 19 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum gestiegen. Darin sei ein Sonderertrag von 90 Millionen Euro enthalten aus Versicherungsansprüchen im Zusammenhang mit Produkthaftungen.

          Celanese will Betriebsergebnis im Gesamtjahr steigern

          Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Betriebsergebnis von 24 Millionen Euro gerechnet. Ausblickend stellte der Konzern für das Gesamtjahr 2003 ein höheres Betriebsergebnis als im Vorjahr in Aussicht.

          Celanese hatte vor kurzem mitgeteilt, im Zusammenhang mit einem Produkthaftungsfall aus den neunziger Jahren nun deutlich höhere Forderungen gegen Versicherer geltend machen zu können. Hintergrund der Forderungen war laut Aussagen eines Celanese-Sprechers eine Sammelklage wegen schadhafter Rohrleitungssysteme gegen die ehemalige Hoechst AG in den 90er Jahren.

          Umsatz in zweiten Quartal gesunken

          In den Bereichen Acetylprodukte und Chemische Zwischenprodukte seien durch höhere Verkaufspreise gestiegene Rohstoffkosten mehr als ausgeglichen worden. Kosteneinsparungen hätten ebenfalls zur Ergebnisverbesserung beigetragen. Dagegen hätten sich die Verkaufsmengen im Quartal insbesondere in Asien schwächer entwickelt. Der Konzernumsatz ging im zweiten Quartal um vier Prozent auf 1,08 Milliarden Dollar zurück.

          Es sei davon auszugehen, daß eine eher schwache Nachfrage in den meisten Geschäftsfeldern, hohe Rohstoff- und Energiekosten sowie der starke Euro im Vergleich zum Dollar die Ergebnisse im 2. Halbjahr beeinträchtigen werden, hieß es zur weiteren Geschäftsentwicklung. Daher könne das Ergebnis im der zweiten Jahreshälfte unter Vorjahresniveau liegen. Für das Gesamtjahr gehe Celanese aber davon aus, daß das Betriebsergebnis „besser als das Vorjahresergebnis sein wird.“

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