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Chemie : Celanese-Gewinn besser als erwartet

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Das Unternehmen, in dem die Chemieaktivitäten der ehemaligen Hoechst AG gebündelt sind, hat im ersten Quartal 2003 deutlich besser abgeschnitten, als von Analysten erwartet worden war.

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          Das Unternehmen, in dem die Chemieaktivitäten der ehemaligen Hoechst AG gebündelt sind, hat im ersten Quartal 2003 deutlich besser abgeschnitten, als von Analysten erwartet worden war. Dazu haben Preiserhöhungen, Kostensenkungsmaßnahmen und der Erwerb des Dispersionsgeschäfts von Clariant beigetragen. Wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt, ist der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebita) um 93 Prozent auf 58 Millionen Euro gestiegen.

          Zuvor war im Durchschnitt lediglich mit einem Wert von 39 Millionen Euro gerechnet worden. Der Umsatz ist allerdings um nur rund 1 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro vorangekommen. "Die verbesserten Ergebnisse im ersten Quartal profitierten von der Durchsetzung von Preiserhöhungen, die wir vorgenommen haben, um die deutlich gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten auszugleichen", wird der im Celanese-Vorstand für das Tagesgeschäft zuständige David Weidman in der Mitteilung zitiert. Celanese habe sowohl in seinem größten Geschäftsfeld Acetylprodukte als auch in den Segmenten Chemische Zwischenprodukte und Acetatprodukte höhere Verkaufspreise erzielt. Als weiterer Grund für das Gewinnplus wird die für das Unternehmen vorteilhafte Anpassung von Rückstellungen für Wertsteigerungsrechte im Rahmen der Vergütung der Führungskräfte genannt. Dies habe zu einem Ertrag von 17 Millionen Euro im Vergleich zu einem Vorjahresaufwand von 13 Millionen Euro geführt. Die Vergütung ist vom Aktienkurs abhängig; ein sinkender Aktienkurs hat deshalb an dieser Stelle einen positiven Einfluß auf das Celanese-Ergebnis. Wegen der unsichereren Wirtschaftslage hat Celanese trotz der positiven Gewinnentwicklung zum Jahresauftakt seinen Ausblick auf das erste Halbjahr 2003 nicht verändert und spricht nach wie vor lediglich von einem nicht näher quantifizierten Anstieg des Betriebsergebnisses. Einen Ausblick auf das gesamte Jahr wagte der Celanese-Vorstand bei der Vorlage des Quartalsberichts ebenfalls nicht. Celanese erwartet, daß Rohstoffe und Energie teuer bleiben und die Stärke des Euro gegenüber dem Dollar anhält. Zwischen 60 und 70 Prozent des Celanese-Geschäfts hängen vom Dollar ab. Die im MDax notierte Celanese-Aktie reagierte auf die Zahlen mit einem Kurssprung um mehr als 6 Prozent. (Kno.)

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