https://www.faz.net/-gqe-nx67

Chemie : Celanese bekommt mehr Geld

  • Aktualisiert am

Celanese bekommt 100 Millionen Euro mehr Bild: dpa

Der Chemiekonzern kann sich im Zusammenhang mit einem Produkthaftungsfall aus den neunziger Jahren über deutlich höhere Versicherungsleistungen freuen.

          1 Min.

          Der Chemiekonzern Celanese kann sich im Zusammenhang mit einem Produkthaftungsfall aus den neunziger Jahren über deutlich höhere Versicherungsleistungen freuen. Wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt, hat Celanese unter anderem als Ergebnis eines Schiedsspruchs Anspruch auf rund 100 Millionen Euro mehr als bisher von der Gesellschaft als Forderungen gegen Versicherungsunternehmen ausgewiesen wurden. Diese Forderungen hatten bisher bei 70 Millionen Euro gelegen. Der von Celanese aus den erhöhten Forderungen erwartete Gewinn und sein Realisierungszeitpunkt hängen unter anderem noch davon ab, ob seitens der Versicherer gegen den Schiedsspruch Rechtsmittel eingelegt wird, was aber nur eingeschränkt möglich sei. Im günstigsten Fall dürfte sich der Nettogewinn durch den Schiedsspruch bei einer Steuerbelastung von 35 Prozent wohl um 65 Millionen Euro erhöhen. Die Aktie des Unternehmens, in dem die Chemieaktivitäten der ehemaligen Hoechst AG aufgegangen sind, legte im Verlauf um mehr als 2 Prozent auf Kurse von rund 21 Euro zu. Hintergrund der Forderung ist eine Sammelklage wegen schadhafter Rohrleitungssysteme gegen die ehemalige Hoechst AG. Hoechst hatte damals im Rahmen eines Vergleichs den Klägern Schadenersatz gezahlt. Für diese Zahlung hat wiederum Versicherungsschutz bestanden, der nun Celanese zugute kommt. Die Analysten der Hypo-Vereinsbank haben wegen der Nachricht ihr Kursziel für das Celanese Papier von 24 Euro auf 25,50 Euro erhöht. Nach Ansicht der Analysten der Bank wird sich durch den Mittelzufluß der Schuldenstand des Unternehmens verringern. Sie rechnen zum Jahresende mit nur noch 500 bis 550 Millionen Euro Schulden, nachdem Celanese bisher 650 bis 700 Millionen Euro Schulden in Aussicht gestellt habe. (Kno.)

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kampf gegen Corona : Dem Virus davonfliegen

          Die ersten Länder haben damit begonnen, ihre Bürger aus Wuhan auszufliegen. Für die politische Führung in Peking wird die Lage kritisch, viele Chinesen rufen nach Konsequenzen. Dafür geht es dem ersten deutschen Erkrankten besser.
          Ein Landwirt pflügt ein Feld bei Müncheberg in Brandenburg. (Archivfoto)

          Ostdeutsche Landwirtschaft : Die Umwandlung der LPG ist Geschichte

          30 Jahre nach der Wiedervereinigung bleibt die Veränderung der Besitzverhältnisse in Ostdeutschland umstritten. Viele frühere Mitglieder der LPG fühlten sich als private Landwirte um ihre Chancen beraubt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.