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Chefwechsel bei SAP : Jung, weiblich, richtig

  • -Aktualisiert am

Der neue SAP-Co-Chef Christian Klein (rechts), der ehemalige Chef Bill McDermott (l.) und die neue Co-Chefin Jennifer Morgan im Mai 2018 in Mannheim. Bild: Picture-Alliance

Der Wechsel an der Spitze von Deutschlands wertvollstem Konzern SAP war überfällig. Doch die Entscheidung kam schneller und ist mutiger als man das hätte vermuten können.

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          Bill Mc Dermott ist sich treu geblieben, bis zum Schluss, bis zu seinem überraschenden Abgang am Freitag als Vorstandssprecher von SAP. „Vor uns“, sagte er, „liegt eine phantastische Zukunft“. Das dürfte in der Tat so sein, könnte man sagen, schließlich verlässt er jetzt SAP. Man würde dem Amerikaner damit aber unrecht tun.

          Er war mit seinem scheinbar unerschütterlichen Optimismus und seiner Verkäufernatur lange Zeit der Richtige an der Spitze von SAP. Er hat Deutschlands wertvollstes Unternehmen und den einzigen deutschen Technologiekonzern von Weltruf mit Milliardenzukäufen aufgepumpt und damit die Grundlage gelegt, um das Unternehmen in der veränderten cloud- und datenbasierten Wirtschaft erfolgreich zu halten. Die Investoren, das muss man anerkennen, sind ihm bisher gefolgt. Um 30 Prozent hat der Aktienkurs in den vergangenen drei Jahren nochmals zugelegt, das ist angesichts junger Wettbewerber wie Salesforce, die schnell und ohne Altlast wachsen, aller Ehren wert. Zumal etliche alte Platzhirsche wie HP oder IBM in dieser Zeit erheblich an Kraft verloren haben. SAP ist das teuerste deutsche Unternehmen an der Börse. Und McDermott war lange der am besten bezahlte Manager eines börsennotierten Unternehmens in Deutschland.

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