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Unternehmergespräch : „Tee sollte beim Zubereiten tanzen“

Die Welt des Tees: Der junge Chef Jonathan Gschwendner am Geschäftssitz in Meckenheim. Alles in allem hat der Teehändler 126 Filialen. Bild: Marcus Simaitis

Der Fachhändler profitiert vom Trend zum Homeoffice. Jonathan Gschwendner setzt aber trotz starkem Onlinegeschäft auf seine Teeläden.

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          Wer das Auf und Ab in der globalen Teewirtschaft studieren will, muss nach England schauen. In der Blütezeit des British Empire war das Land zur führenden Teetrinker-Nation Europas aufgestiegen. Doch einige Jahre nach dem Ende der Kolonialmacht verblasste auch der Glanz des Nationalgetränks. Nach dem Siegeszug der Coffeeshops rangierte Kaffee in der Gunst der Briten weit oben. Diese Vorliebe änderte sich mit Beginn der Corona-Pandemie. In Zeiten von Homeoffice und Lockdowns scheinen sich viele Briten auf ihr traditionelles Heißgetränk zu besinnen; Der Teemarkt dort ist 2020 in Wert und Volumen um bis zu 10 Prozent gewachsen. Die Entwicklung dürfte sich 2021 fortgesetzt haben, heißt es stolz beim britischen Teeverband.

          Ulrich Friese
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Ähnlich stark hat auch der Teekonsum hierzulande vom Rückzug ins Private profitiert. „Wir verzeichnen seit Pandemiebeginn eine wachsende Nachfrage und einen gesteigerten Konsum unserer vielfältigen Tees“, sagt Jonathan Gschwendner , Geschäftsführer und Mitinhaber der Teehandelskette. Dabei führt er die jüngsten Umsatzschübe keineswegs nur darauf zurück, dass viele Cafés oder Gastronomiebetriebe in Pandemiezeiten zeitweise geschlossen waren. „Unsere Kunden sind zunehmend genussaffin, erfreuen sich an hochwertigen Teesorten und legen großen Wert auf nachhaltigen, biologischen Teeanbau“, umschreibt er die Verbraucherwünsche.

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