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Chaos auf Bahnfahrten : Kein Mallorca-Handtuch mehr im Zug

Weniger Frust: Siemens und die Bahn wollen mit vielen Detailverbesserungen die Qualität von Bahnreisen erhöhen. Bild: dpa

Wie lässt sich das Bahnchaos lösen? Nicht nur, aber auch mit neuer Software. ICE-Produzent Siemens hat ein paar Ideen – die auch Fahrgäste freuen dürften.

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          Bahnkunden leiden nicht nur unter dem großen Bahnchaos mit Verspätungen und Zugausfällen, sondern auch an vielen Kleinigkeiten – etwa wenn es um den Sitzplatz geht. „Wir haben ja heute noch das Mallorca-Konzept“, sagt Michael Peter, Vorstandschef von Siemens Mobility, der Zugsparte des Konzerns. „Wenn Sie in den Zug steigen, müssen Sie Ihr Handtuch drauflegen, innerhalb der ersten zehn Minuten“, witzelt der oberste ICE-Manager in Anlehnung an das Strandgebaren auf der Mittelmeerinsel. Sonst werde ein reservierter Sitzplatz offiziell freigegeben, und jemand anders könne sich hinsetzen. Wer also zunächst erst mal das Bordbistro aufsucht, hat Pech gehabt. „Das wird sich komplett ändern“, ist Peter überzeugt.

          Thiemo Heeg
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Ilka Kopplin
          Wirtschaftskorrespondentin in München.

          Zumindest, wenn es nach Siemens geht. Der Technologiekonzern ist dabei, den vor fast zwei Jahrhunderten erfundenen Verkehrsträger in die Hightech-Welt zu transferieren. Auch mit Velaro-Hochgeschwindigkeitszügen, deren fünfte ICE-Generation man in München gerade entwickelt. Aber nicht nur.

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