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Nestlé streicht 380 Stellen : Caro-Kaffee schmeckt den Deutschen nicht mehr

  • Aktualisiert am

Das Caro-Werk in Ludwigsburg wird geschlossen. Bild: dpa

Caro-Kaffee ist nicht mehr beliebt. Unter anderem deshalb baut Nestlé 380 Stellen in Deutschland ab. Das Unternehmen kündigt einen „außergewöhnlich gut ausgestatteten Sozialplan“ an.

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          Nestlé baut um und streicht 380 Stellen in Deutschland. Grund dafür ist dem Schweizer Lebensmittelkonzern zufolge der Wettbewerbsdruck. Nach langen Verhandlungen mit Gewerkschaften und Betriebsräten habe man Bedingungen für den Abbau von 380 Arbeitsplätzen beschlossen, teilte Nestlé Deutschland am Montag in Frankfurt mit.

          Demnach werden das Caro-Werk im baden-württembergischen Ludwigsburg und ein Lebensmittel-Labor im bayerischen Weiding zum Jahresende geschlossen. Die Werke im nordrhein-westfälischen Lüdinghausen und bayerischen Biessenhofen, in denen Nestle Maggi beziehungsweise Babynahrung produziert, sollen 2019 neu aufgestellt werden.

          Keine betriebsbedingten Kündigungen

          Nestlé hatte im Juni mitgeteilt, das Werk in Ludwigsburg, in dem ungefähr 100 Mitarbeiter Caro-Kaffee herstellen, zu schließen. Die Nachfrage nach dem löslichen Ersatzkaffe sinke, weshalb das Werk nicht ausgelastet sei. Die Produktion soll auf andere Standorte verteilt werden.

          Die Analyse von Lebensmitteln in Weiding soll künftig in anderen deutschen und ausländischen Standorte stattfinden. Nestlé wolle in den deutschen Werken die Kosten senken.

          Bei den Stellenstreichungen gebe es keine betriebsbedingten Kündigungen, teilte das Unternehmen nun weiter mit. Es sei ein „außergewöhnlich gut ausgestatteter Sozialplan“ ausgehandelt worden, sagte Ralf Hengels, Personalvorstand bei Nestlé Deutschland. Betroffene Mitarbeiter könnten Anfang Februar in eine Transfergesellschaft wechseln. Die Beschäftigten sollten auf Betriebsversammlungen Ort über Details, etwa zu Abfindungen, Weiterbildungen und Alterteilszeit, informiert werden.

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