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Chef des größten Braukonzerns : Der sparsame Bierverkäufer

Carlos Brito Bild: Imago

Carlos Brito ist seit 30 Jahren im Biergeschäft. Er gilt als aggressiver Verkäufer. Jetzt plant der Chef des weltgrößten Braukonzerns AB Inbev den Börsengang seiner Asiensparte – und setzt für diesen Markt auf eine zentrale Konzernidee.

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          Ihm eilt seit Jahren der Ruf des knallharten Managers voraus, der radikal Kosten senkt. Carlos Brito gilt als einer, der zwar oft lässig in Jeans gekleidet, freundlich lächelnd und jugendlich daher kommt, traditionelle Branchen aber mit rigiden Sparprogrammen auf Effizienz trimmen kann. Seine Fertigkeiten als Verkäufer kann der 59 Jahre alte Vorstandsvorsitzende von AB Inbev jetzt wieder unter Beweis stellen. Der Bierkonzern will seine Asiensparte an die Börse bringen. Der Verkauf eines Minderheitsanteils der asiatischen Tochtergesellschaft „Budweiser Brewing Company APAC“ könnte AB Inbev laut der Nachrichtenagentur Bloomberg bis zu 9,8 Milliarden Dollar einbringen. Dafür dürfte der Konzern laut Analysten rund 15 Prozent der Sparte veräußern.

          Tillmann Neuscheler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Noch hüllt sich der Konzern in Schweigen, laut Bloomberg soll der Börsengang aber noch im Juli erfolgen. Der Konzern braucht das Geld, um seinen hohen Schuldenberg abzutragen. Denn seit der 100-Milliarden-Dollar-Übernahme des Erzrivalen SAB Miller vor drei Jahren ist der Konzern hochverschuldet.

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