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Fresenius Medical Care : Ab 2023 gibt es eine zweite Chefin im Dax

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Carla Kriwet - während des Tag der deutschen Industrie vom BDI im Jahr 2021 Bild: picture alliance/dpa

Carla Kriwet wird im nächsten Jahr die Position von FMC-Chef Rice Powell übernehmen. Sie wird damit zur zweiten weiblichen Vorstandsvorsitzenden im Dax.

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          Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC) wird im kommenden Jahr von einer Frau geführt. Carla Kriwet folge zum ersten Januar 2023 auf Rice Powell, wie das Unternehmen mit Sitz in Bad Homburg am späten Dienstagabend mitteilte. Powell scheide altersbedingt mit dem Auslaufen seines Vertrages Ende Dezember 2022 aus dem Vorstand aus. Zudem wurde Vertrag der Finanzchefin Helen Giza um weitere fünf Jahre verlängert. Sie wird zusätzlich die Rolle der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden übernehmen.

          Kriwet war den Angaben zufolge zuletzt Vorsitzende der Geschäftsführung der BSH Hausgeräte GmbH. Davor hatte sie Führungspositionen bei Philips, Drägerwerk und Linde inne. Rice Powell führt den im deutschen Leitindex Dax notierten Dialysekonzern seit Januar 2013 als Vorstandsvorsitzender an. Er ist seit 1997 im Unternehmen und wurde im Januar 2004 in dessen Vorstand berufen.

          Fresenius Medical Care betreibt 4.100 Dialysezentren für Nierenkranke und versorgt dort rund 345.000 Patienten. Bei Menschen mit Nierenversagen muss das Blut regelmäßig per Dialyse gereinigt werden. Zugleich ist FMC führender Anbieter von Produkten wie Dialysegeräten, Dialysatoren und damit verbundenem Einweg-Zubehör.

          Der Gewinn des Dialysekonzerns sank im ersten Quartal um fast 40 Prozent ein - abermals wegen hoher Kosten und der Übersterblichkeit seiner Patienten in der Pandemie. Dadurch wurde auch der Jahresauftakt des Mutterkonzerns Fresenius überschattet. Zudem hätten neben der Pandemie auch der Krieg in der Ukraine, Engpässe in den Lieferketten und teils erheblich gestiegene Ausgaben das Quartal belastet, teilte Fresenius am Mittwoch in Bad Homburg mit.

          Der Konzern wies zwar dank Verbesserungen bei der Infusionstochter Kabi und im Klinikgeschäft für das Quartal ein Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr von acht Prozent auf rund 9,7 Milliarden Euro aus, das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) sank jedoch um ein Prozent auf 996 Millionen Euro.

          Unter dem Strich konnte Fresenius den Rückgang ausgleichen, das bereinigte Konzernergebnis zog um sechs Prozent auf 462 Millionen Euro an. Damit schlug sich das Unternehmen besser als von Analysten erwartet. Beide Dax-Unternehmen halten an ihren Prognosen für das laufende Jahr fest.

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