https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/cariad-chef-hilgenberg-wenn-wir-das-vermasseln-gibt-es-riesige-schaeden-18146753.html

Cariad-Chef im Interview : „Wenn wir das vermasseln, gibt es riesige Schäden“

Fast ein richtiges Auto: Die sogenannte Sitzkiste in den Berliner Räumen der VW-Softwaresparte Cariad Bild: Andreas Pein

Volkswagen will seine krisengeplagte Softwaresparte mit neuer Struktur auf Tempo trimmen. Cariad-Chef Dirk Hilgenberg spricht über Fehler der Vergangenheit, Querelen mit mächtigen Marken – und Lehren aus dem Weltraumepos „Apollo 13“.

          4 Min.

          Herr Hilgenberg, Sie sind vor zwei Jahren von BMW zu Volkswagen gekommen, um die Autosoftware der Zukunft zu entwickeln. Zuletzt hat Ihre Einheit, die VW-Sparte Cariad, mit großen Schwierigkeiten für Aufsehen gesorgt. Haben Sie sich auf ein Himmelfahrtskommando eingelassen?

          Christian Müßgens
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Nein. Die Aufgabe ist schwierig, aber keine „Mission Impossible“. Ich wusste, dass die Tage lang und die Nächte kurz werden, als ich den Job übernommen habe. Wir haben eine Verpflichtung, nicht nur gegenüber der Autoindustrie, sondern gegenüber der Gesellschaft. Software ist eine der letzten Domänen, die wir als Branche selbst gestalten können. Wenn wir das vermasseln, haben wir riesige Kollateralschäden. Das darf und wird nicht passieren.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Blamabler Eintracht-Auftakt : Niederträchtig und verstörend

          Eintracht Frankfurt hat zum Bundesligaauftakt gegen den FC Bayern ein in vielen Belangen blamables Bild abgegeben. Es herrscht Handlungsbedarf: auf dem Rasen und in der Führungsetage.
          Sinnblind den Faden verloren: Stephanie Müther (links, 2. Norn) und Kelly God (3. Norn) am Beginn der „Götterdämmerung“.

          Bayreuther Festspiele : Ein Stinkefinger fürs um Deutung bemühte Publikum

          Abschied von der Lesbarkeit der Welt: Nach der „Götterdämmerung“ entlädt sich in Bayreuth der geballte Hass des Publikums auf Valentin Schwarz, den Regisseur des neuen „Rings“. Doch dieses Fiasko erzählt viel über unsere Situation.