https://www.faz.net/-gqe-8yd4e

Bußgeld : Deutsche Bank zahlt Millionenstrafe

  • Aktualisiert am

Die Deutsche Bank muss eine weitere hohe Strafe zahlen. Bild: Reuters

Das Kreditinstitut muss in Amerika wegen unzureichender Vorkehrungen gegen Geldwäsche ein Bußgeld in Höhe von 37 Millionen Euro bezahlen. Abgeordnete interessieren sich zudem für die Geschäfte der Bank mit Donald Trump.

          1 Min.

          Die Deutsche Bank hat im russischen Schwarzgeld-Skandal eine weitere Millionenstrafe in den Vereinigten Staaten aufgebrummt bekommen. Die Notenbank Federal Reserve gab am Dienstag bekannt, ein Bußgeld in Höhe von 41 Millionen Dollar (37 Mio Euro) wegen unzureichender Vorkehrungen gegen Geldwäsche verhängt zu haben. Das Institut habe zudem im Rahmen einer Unterlassungsanordnung die Auflage erhalten, seine internen Kontrollen zu verbessern.

          Die Deutsche Bank teilte mit, alle von der Fed auferlegten Maßnahmen den Erwartungen der Aufseher entsprechend umsetzen zu wollen.

          Kunden der Bank sollen den US-Behörden zufolge zwischen 2011 und 2015 über Moskau, New York und London rund zehn Milliarden Dollar an Rubel-Schwarzgeld aus Russland gewaschen haben. Das Institut habe wegen Aufsichtsversagen über Jahre Gelegenheiten ungenutzt gelassen, das Komplott zu bemerken und zu unterbinden, so die Vorwürfe. Ende Januar hatte sich das Geldhaus bereits auf einen Vergleich über 425 Millionen Dollar mit der New Yorker Finanzaufsicht geeinigt.

          Zuletzt war die Affäre auch im Zusammenhang mit den Geschäftsbeziehungen zu Präsident Donald Trump in den Blickpunkt geraten. Abgeordnete der Demokraten im Repräsentantenhaus forderten in der vergangenen Woche in einem Brief an Deutsche-Bank-Chef John Cryan Auskunft über Konten und Kredite Trumps. Dabei drängen die Politiker auch auf Klarheit über mögliche Verbindungen nach Russland. Trump soll mit mehr als 340 Millionen Dollar bei der Deutschen Bank in der Kreide stehen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wirtschaftsminister Peter Altmaier spricht sich beim 5G-Netz gegen den Ausschluss einzelner Unternehmen aus.

          5G-Netz : Altmaier warnt vor Huawei-Ausschluss

          Im Bundestag wird heftig darüber debattiert, den chinesischen Netzwerkausrüster beim Ausbau des 5G-Netzes zu sperren. Nun meldet sich Wirtschaftsminister Peter Altmaier zu Wort: „Wir sollten uns nicht gegen einzelne Unternehmen richten“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.