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Ergün Yildiz : Ein Burger-König steigt aus

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Warten auf neue Whopper: Viele Burger-King-Filialen in Deutschland haben nach wie vor geschlossen. Bild: dpa

Einer der beiden Gesellschafter des umstrittenen Burger-King-Franchise-Nehmers Yi-Ko soll sich zurückgezogen haben. Eine neue Umfrage zeigt derweil, wie stark der Ruf des Unternehmens schon jetzt gelitten hat.

          Nachdem viele Burger King-Filialen geschlossen habe, gibt es angeblich einen Gesellschafter-Wechsel beim geschassten Franchisenehmer Yi-Ko: Mitgesellschafter Ergün Yildiz habe seine Anteile verkauft, hieß es am Mittwoch in gut informierten Kreisen. Nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ hat Yildiz seine Anteile an seinen Mitgesellschafter Alexander Kolobov abgetreten. Der Russe verhandele nun als alleiniger Gesellschafter mit Burger King Europe darüber, das Unternehmen fortzuführen.

          Aus Verhandlungskreisen sei zu hören, Kolobov hoffe, dass er die derzeit geschlossenen Restaurants Ende der Woche wieder öffnen könne. Yi-Ko-Interimsgeschäftsführer Dieter Stummel war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

          Burger King hatte seinem größten deutschen Franchisenehmer Yi-Ko in der vergangenen Woche fristlos gekündigt und ihm die Nutzung von Firmenlogo, Produktnamen, Arbeitskleidung und Außenwerbung gerichtlich verbieten lassen. Die 89 Filialen des Franchisenehmers mussten deshalb schließen, rund 3000 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs, auch eine mögliche Insolvenz steht seit Tagen im Raum.

          Nach einer Umfrage dürften die Ereignisse dem Image der Fast-Food-Kette deutlich geschadet haben. 66 Prozent der Befragten glaubten, dass die Marke schon jetzt darunter gelitten habe, berichtet der „Stern“ unter Berufung auf eine Forsa-Umfrage. In der wichtigsten Zielgruppe der Kette, nämlich Menschen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren, glauben das sogar 75 Prozent, hieß es.

          Burger-King-Deutschlandchef Andreas Bork erklärte zuletzt, er sehe keinen nachhaltigen Imageschaden für die Kette: „Wir leben von der Reputation, das stimmt. Ich sehe aber nicht, dass unser Ruf zumindest mittel- und langfristig unter der Kündigung leidet“, sagte der Manager vor einigen Tagen in einem Interview.

          Laut „Stern“ haben die Ereignisse für die Schnellrestaurant-Kette auch über die Yi-Ko-Filialen hinaus Konsequenzen. Der Umfrage zufolge gehen insgesamt 36 Prozent der Deutschen zumindest gelegentlich zu Burger King. Unter den 14- bis 29-Jährigen seien es sogar 59 Prozent. Von diesen Kunden gab bei der Umfrage mehr als jeder Dritte (36 Prozent) an, vorerst nicht mehr zu Burger King zu gehen. 61 Prozent der Kunden wollen auch weiterhin die Restaurants besuchen.

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