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Bundesnetzagentur : Telekom darf Konkurrenten Miete für letzte Meile erhöhen

  • Aktualisiert am

Telekom-Rivalen müssen ab Juli 10,19 Euro im Monat für die letzte Meile zahlen Bild: dpa

Die Bundesnetzagentur hat erstmals die Gebühren für die sogenannte letzte Meile erhöht. Telekom-Rivalen sind häufig auf diese Kabel angewiesen, um DSL-Anschlüsse anbieten zu können.

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          Die Deutsche Telekom darf von ihren Konkurrenten künftig mehr Geld für den Zugang zu ihren Datenleitungen kassieren. Die Miete für die sogenannten letzte Meile werde ab Juli 10,19 Euro im Monat betragen nach derzeit noch 10,08 Euro, teilte die Bundesnetzagentur mit.

          Die Preiserhöhung ist ein Novum: Bislang hatte die Regulierungsbehörde die Miete regelmäßig gedrückt. Die letzte Meile bezeichnet den Abschnitt des Telekom-Netzes von der Vermittelungsstelle bis in die Haushalte. Konkurrenten wie etwa United Internet und Vodafone sind häufig auf die Nutzung dieser Kabel angewiesen, um DSL-Anschlüsse anzubieten.

          Insgesamt hat die Telekom 9,5 Millionen dieser Leitung an Rivalen vermietet, die dafür im Gegenzug nach Angaben ihres Verbands VATM im Jahr gut eine Milliarde Euro nach Bonn überweisen.

          Preisaufschlag geringer als erhofft

          Der Telefonriese versucht bereits seit Jahren, höhere Entgelte für die letzte Meile herauszuholen. Obwohl der Preisaufschlag nicht so hoch ausfällt wie erhofft - gefordert wurden 12,37 Euro im Monat - zeigt sich die Telekom einverstanden. „Es ist ein gutes und wichtiges Signal für weitere Breitbandinvestitionen, dass der Preis für die letzte Meile langfristig stabilisiert werden soll“, sagte ein Konzernsprecher. Zu begrüßen sei, dass die Behörde die steigenden Kosten für die Infrastruktur berücksichtigt habe. Auch Anleger reagierten erfreut: Die im Dax gelistete Telekom-Aktie notierte 0,6 Prozent höher.

          Kritik übt der VATM. Die Telekom habe ihre alten Kupfernetze, die immer noch Basis für die meisten DSL-Anschlüsse sind, bereits längst abgeschrieben, weshalb die Miete dafür mindestens 30 Prozent unter dem derzeitigen Entgelt liegen müsste. Nach Berechnungen des Verbands müssen die Telekom-Rivalen aufgrund der Erhöhung nun Mehrkosten von 37 Millionen Euro schultern.

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