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„Grünes“ Flugbenzin : Bund und Luftfahrtbranche einigen sich auf Fahrplan

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Flugzeuge der Lufthansa, die neben dem Flugbenzin-Tanklager auf dem Frankfurter Flughafen geparkt sind. Bild: Helmut Fricke

Ab 2030 soll ein Drittel des aktuellen Kerosinverbrauchs der Flugzeuge, die innerhalb Deutschlands unterwegs sind, mit „grünem“ Flugbenzin abgedeckt werden. Bisher ist die Erzeugung dieser Kerosinart noch in der Testphase.

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          Die Bundesregierung, Länder und die Luftverkehrsbranche haben einen Fahrplan zu Entwicklung und Einsatz von „grünem“ Flugbenzin entworfen. Damit soll ab 2030 jährlich der Einsatz von mindestens 200.000 Tonnen von solchem Kerosin im deutschen Flugverkehr gesichert werden, heißt es in dem Regierungspapier, das der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstagabend vorlag. Das entspricht einem Drittel des aktuellen Kraftstoffbedarfs des innerdeutschen Luftverkehrs.

          Bisher ist die Erzeugung noch in der Testphase. Um eine reibungslose Produktion auch im industriellen Maßstab zu erreichen, ist unter anderem der Aufbau einer Plattform zur Entwicklung unterschiedlicher Herstellungsprozesse durch das Verkehrsministerium sowie der Aufbau von Demonstrationsanlagen durch das Umweltministerium geplant.

          Die Umstellung auf klimaneutrale Antriebe gilt im Flugverkehr als besonders schwierig. Als Lösung gilt hier „Power to Liquid“ (PtL), also Verfahren zur Erzeugung von Kerosin beispielsweise mittels erneuerbaren Energien, Wasserstoff und CO2.

          Durch eine verbindliche Mindestquote auf die in Deutschland verkauften Kraftstoffe sowie durch eine Abnahmeverpflichtung will man garantieren, dass trotz höherer Kosten eine Nachfrage geschaffen wird. Wettbewerbsverzerrungen für den Luftverkehr sollen vermieden werden. Auf der Grundlage verpflichten sich dann Fluglinien zur Abnahme relevanter Mengen an PtL-Kerosin in den nächsten Jahren.

          Die „Ptl-Roadmap“ soll am Freitag von Vertretern der Regierung und der Bundesländer, der Luftverkehrsbranche sowie von Kraftstoffwirtschaft und Anlagenbauern unterschrieben werden.

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