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Umstrittenes Geschäft mit Oligarchen : Bund genehmigt Dea-Verkauf nach Russland

  • Aktualisiert am

RWE-Dea wird an einen russischen Oligarchen verkauft Bild: dpa

Trotz der politischen Spannungen winkt der Bund den Verkauf der Öl- und Gas-Fördertochter von RWE nach Russland durch. Die Genehmigung der Bundesregierung liegt offenbar vor.

          Der Verkauf von RWEs Öl- und Gas-Fördertochter Dea hat Insidern zufolge die wichtigste politische Hürde überwunden. Die Bundesregierung habe die fünf Milliarden Euro schwere Übernahme durch eine Investorengruppe um den russischen Oligarchen Michail Fridman erlaubt, sagten zwei mit der Transaktion vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. „Die Genehmigung liegt vor“, hieß es.

          Im Juni hatte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel das Geschäft aufgehalten und eine Prüfung eingeleitet. Der Verkauf galt wegen der Rolle Russlands in der Ukraine-Krise als politisch umstritten. Die Bundesregierung hat bei derartigen Transaktionen ein Mitspracherecht nach dem Außenwirtschaftsgesetz.

          RWE will Schulden abbauen

          Das Bundeswirtschaftsministerium wollte sich dazu nicht äußern. RWE lehnte eine Stellungnahme ebenso ab wie ein Sprecher des Käufer-Konsortiums Letter One. Die EU-Kommission hatte den Verkauf von Dea im Juli aus wettbewerbsrechtlicher Sicht genehmigt. Weitere Behörden im Ausland müssen aber noch zustimmen.

          RWE-Chef Peter Terium hatte sich erst in der vergangenen Woche zuversichtlich gezeigt, den Verkauf von Dea noch in diesem Jahr über die Bühne zu bekommen. Der hochverschuldete Versorger will damit seine Schulden von mehr als 31 Milliarden Euro auf 26 Milliarden zurückfahren.

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