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FAZ.NET exklusiv : Briefe kommen zu spät, Pakete verschwinden

Die Kritik an der Post ist größer geworden. Bild: dpa

Beschädigte Pakete, verschollene Briefe – schon jetzt sind so viele Kunden sauer auf die Post wie im gesamten vergangenen Jahr. In einem Vergleich kommt sie aber sogar noch gut weg.

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          Briefe kommen gar nicht an oder zu spät, Pakete sind beschädigt, wochenlang unterwegs oder werden ohne Benachrichtigung irgendwo in der Nachbarschaft abgegeben: Beim Verbraucherservice Post der Bundesnetzagentur machen sich nach Informationen von FAZ.NET immer mehr frustrierte Kunden Luft. Das Jahr ist noch nicht einmal halb vorbei, aber schon jetzt sind dort fast so viele Beschwerden eingegangen wie im gesamten Jahr 2017.

          Helmut Bünder
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Bis Mitte Juni waren es ungefähr 5300 Eingaben gegenüber 6100 im gesamten vergangenen Jahr – und dies vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Beschwerden im Jahr 2017 schon um 50 Prozent oberhalb der Beschwerdemenge des Jahres 2016 gelegen hatte.

          Noch mehr Beschwerden über die Telekommunikationsfirmen

          Und: Dieser dramatische Trend scheint sich fortzusetzen. „Die Bundesnetzagentur geht davon aus, dass bis Ende des Jahres 2018 abermals wesentlich mehr Post-Beschwerden beim Verbraucherservice eingehen als im Vorjahr“, bestätigte ein Sprecher gegenüber FAZ.NET.

          Mit 54 Prozent aller Verbraucherbeschwerden machten die Briefe den meisten Ärger. Allerdings stimmt auch: Gemessen an den vielen Milliarden Sendungen, welche die Post im Jahr abliefert, ist die Beschwerdequote aber weiterhin auf einem extrem niedrigen Niveau. Ein Drittel der Kunden klagte über Schwierigkeiten bei der Zustellung ihrer Pakete, der Rest bemängelte Öffnungszeiten von Filialen oder regte sich darüber auf, dass ihre Anliegen von Post und Paketdiensten nicht ernst genommen worden seien.

          Im Vergleich zu eine anderen Branche stehen die Deutsche Post und ihre Konkurrenten übrigens noch sehr gut da: Aus dem Telekommunikationssektor etwa haben die Netzagentur im vorigen Jahre 290.000 Beschwerden aller Art erreicht.

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