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F.A.Z. Woche exklusiv : Vollständige Telekom-Privatisierung rückt näher

  • -Aktualisiert am

So sieht es aus, wenn die Telekom Glasfaserkabel verlegt. Bild: dpa

Schnelles Internet ist für viele Unternehmen überlebenswichtig. Mit einer Privatisierung der Telekom will die Union mehr als zehn Milliarden Euro erzielen – und sie in den Breitbandausbau stecken.

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          Der Ausbau des schnellen Internets könnte nach der Bundestagswahl durch den Verkauf der staatlichen Anteile an der Deutschen Telekom Fahrt aufnehmen. In der Union rückt diese Option jetzt in den Blick, der CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann befürwortet die Privatisierung. „Mit einer klugen Verkaufsstrategie kann der Bund für die Telekomaktien weit mehr als 10 Milliarden Euro erlösen. Dieses Geld brauchen wir dringend für den Glasfaserausbau. Es sollte auch ausschließlich dafür verwendet werden“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Woche. Der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union sieht starke Kräfte in der Union für eine Telekom-Privatisierung, mit dem Wirtschaftsflügel und der Jungen Union.

          Jan Hauser
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nach der Bundestagswahl geht es um den Ausbau schneller Internetleitungen. Damit rückt eine Privatisierung der Telekom näher. „Mit den Regierungspartnern FDP oder Grünen würde es wahrscheinlich dazu kommen“, sagte Linnemann der Frankfurter Allgemeinen Woche. „Mit der SPD wohl eher nicht.“ Der Bundesrepublik gehören immer noch 14,5 Prozent direkt und mittels der staatlichen Förderbank KfW weitere 17,4 Prozent an dem Unternehmen.

          Vielen verantwortlichen Politikern in Bund, Ländern und Gemeinden sei erst viel zu spät bewusst geworden, wie wichtig ein schneller Glasfaserausbau ist, sagte Linnemann der Frankfurter Allgemeinen Woche. „Bis vor einigen Jahren war in Politik und Verwaltung nur wenigen Spezialisten klar, dass ohne schnelle Breitbandverbindungen viele Unternehmen nicht mehr am Markt tätig werden können.“

          Das Vorgehen der Telekom kann er nachvollziehen: Sie versucht, vorhandene Infrastruktur zu nutzen, staatliche Unterstützung zu bekommen und zugleich bessere Angebote der Konkurrenz zu verhindern. „Nur ist dieses Interesse des Marktführers weder im Interesse der Wirtschaft allgemein noch im Interesse des Staates“, sagt er der Frankfurter Allgemeinen Woche.

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