https://www.faz.net/-gqe-9skx6

In Schwäbisch Gmünd : Bosch will weitere 1000 Arbeitsplätze abbauen

  • Aktualisiert am

Die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen sinkt, die Branche steuert Richtung E-Autos um: Das trifft auch den Zulieferer Bosch. Bild: dpa

Der Umschwung in Richtung Elektromobilität macht der Branche zu schaffen: Der Autozulieferer Bosch will nun noch mehr Stellen streichen als bisher bekannt.

          1 Min.

          Der Automobilzulieferer Bosch will weitere 1000 Arbeitsplätze in Baden-Württemberg abbauen. Betroffen ist der Geschäftsbereich Automotive Steering (Lenksysteme) in Schwäbisch Gmünd.

          „Wir müssen jetzt handeln, um uns mit einer tiefgreifenden Restrukturierung wieder wettbewerbs- und damit zukunftsfähig zu machen“, teilte der Vorsitzende des Bereichsvorstands, Christian Sobottka, am Donnerstag mit. Die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Rems-Zeitung“ berichteten zuvor darüber.

          Derzeit sind 5000 Mitarbeiter am Bosch-Standort in Schwäbisch Gmünd beschäftigt. Erst am vergangenen Dienstag hatte Bosch bereits bekanntgeben, dass angesichts der sinkenden Nachfrage nach Diesel- und Benzinautos in den kommenden zwei Jahren gut 1600 Arbeitsplätze abgebaut werden. Betroffen sind Jobs in der Antriebssparte an den Standorten in Stuttgart-Feuerbach und Schwieberdingen.

          Eine Standortvereinbarung aus dem Jahr 2017 hatte in Schwäbisch Gmünd bereits einen Abbau von Hunderten Arbeitsplätzen bis Ende 2022 vorgesehen. Dieser Abbau soll jetzt um weitere 1000 Stellen ausgeweitet werden.

          „Das ist eine Herausforderung für uns“, sagte ein Sprecher der Stadt. Oberbürgermeister Richard Arnold (CDU) habe mit der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat gesprochen. Er setze darauf, dass der Standort nicht grundsätzlich infrage gestellt, sondern neu ausgerichtet werde. „Wir stehen zu Schwäbisch Gmünd als Leitwerk. Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit sind weiter unsere Kernziele“, betonte Sobottka.

          Bosch beschäftigt weltweit momentan rund 410.000 Menschen, davon 140.000 in Deutschland. Bei dem Unternehmen hängen nach Angaben vom Mai weltweit etwa 50.000 Arbeitsplätze allein vom Diesel ab.

          Weitere Themen

          Flixbus übernimmt „Greyhound“ Video-Seite öffnen

          Bekannte US-Fernbuslinie : Flixbus übernimmt „Greyhound“

          Flixmobility hat das US-amerikanische Busunternehmen Greyhound übernommen. Die GmbH mit Sitz in München teilte am Donnerstag mit, dass sie die Firma mit den ikonischen blau-silbernen Bussen für 46 Millionen Dollar von der britischen FirstGroup gekauft habe.

          Deutschland rückt nach links

          Regierungsbildung : Deutschland rückt nach links

          In Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin ist die Linke der bevorzugte Koalitionspartner, im Bundestag sitzen jetzt lauter Jusos. Auch die Grünen-Fraktion ist jünger und linker geworden. Was folgt daraus?

          Topmeldungen

          Grund zur Freude: Franziska Giffey, Olaf Scholz und Manuela Schwesig am Morgen nach dem Wahlsonntag im Willy-Brandt-Haus in Berlin

          Regierungsbildung : Deutschland rückt nach links

          In Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin ist die Linke der bevorzugte Koalitionspartner, im Bundestag sitzen jetzt lauter Jusos. Auch die Grünen-Fraktion ist jünger und linker geworden. Was folgt daraus?
          Valerie Weber im November 2013 in Köln

          Nemi El-Hassan und der WDR : Pausenfüller

          Die Programmdirektorin des WDR will die Debatte um die Moderatorin Nemi El-Hassan offenbar aussitzen. Doch so einfach ist das nicht.
          Die türkische Lira verliert an Wert: Wechselkursanzeige auf dem Taksim-Platz in Istanbul

          Erdogans Botschafterrauswurf : Türkische Lira fällt weiter

          Die Türkei ist von ausländischen Devisenzuflüssen abhängig. Die Art und Weise wie Staatspräsident Erdogan mit den Geldgebern umgeht, gefährdet das Land.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.