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Klimaversprechen : Bosch sendet ein starkes Signal

  • -Aktualisiert am

Natürlich auch in Indien vertreten: Der Industriekonzern Bosch Bild: Picture-Alliance

Die Zusage von Bosch stellt alles in den Schatten, was man bisher an Klimaschutz-Versprechen der Industrie gehört hat. Sie setzt andere unter Zugzwang.

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          Wow, was für ein Versprechen: Bosch will von 2020 an schon klimaneutral sein. Einen CO2-Fußabdruck werden die 400 Werke des Riesenkonzerns schon im nächsten Jahr nicht mehr hinterlassen. Das stellt tatsächlich alles in den Schatten, was man bisher an Klimaschutz-Versprechen der Industrie gehört hat. Kaum jemand hat sich bisher überhaupt mit konkreten Ankündigungen hervorgewagt – wohl auch aus Angst, daran zu scheitern. Wenn Bosch nun vorprescht, dann hat das enormen Symbolcharakter: Jetzt wird es ernst. Klimaschutz ist jetzt nötig, nicht irgendwann.

          Der  Stuttgarter Konzern, der vom Eierkocher über die Bohrmaschine bis zur Diesel-Einspritzpumpe ein breites Produktprogramm anbietet, arbeitet schon lange an der eigenen CO2-Bilanz. Die konkrete, greifbare Ankündigung eines großen Ziels ist aber ein wichtiger Schritt, der weit über das Unternehmen hinaus wirken wird.

          Andere Industrieunternehmen werden sich ermutigt (oder auch gezwungen) fühlen, ebenfalls baldmöglichst klimaneutral zu wirtschaften. Das gilt umso mehr, weil Klimaschutz populär geworden ist. Auch Greta Thunberg hat mit ihrer Panik-Ansprache auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos für Aufsehen gesorgt. Mehr als je zuvor sehen sich Führungskräfte von ihren eigenen Kindern mit kritischen Fragen nach dem eigenen Tun konfrontiert. Die Bereitschaft zum Umsteuern wird größer werden, wenn es konkrete Vorbilder gibt.

          Susanne Preuß

          Wirtschaftskorrespondentin in Stuttgart.

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