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Bosch-Chef warnt : „Das Ende des klassischen Verbrennungsmotors“

  • Aktualisiert am

Bosch-Chef Volkmar Denner Bild: dpa

Die Pläne von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen für ein „klimaneutrales Europa“ alarmieren die deutsche Industrie.

          1 Min.

          Bosch-Chef Volkmar Denner sieht durch die geplanten verschärften CO2-Vorgaben der EU-Kommission zahlreiche Jobs in der Autobranche bedroht. „Derartig anspruchsvolle Grenzwerte bedeuten das Ende des klassischen Verbrennungsmotors mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Beschäftigung der betroffenen Unternehmen“, sagte Denner der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ mit Blick auf die Pläne der neuen EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Mit den angedachten Plänen müsse man sich Gedanken über Strukturhilfen in den Autoregionen machen.

          „Was wir können, ist Strukturwandel. Was wir nicht können, ist Strukturbruch“, sagte der Manager. Ein Veränderungsprozess brauche Zeit. „Wenn man ihn dagegen dogmatisch übers Knie bricht, wird die Industrie den Wandel nicht bewältigen können.“

          Dem Bundesverband der Deutschen Industrie gehen von der Leyens Pläne ebenfalls zu weit. Die ständige Verschärfung der Klimaziele führe zu einer Verunsicherung der Konsumenten und Unternehmen, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf. Das sei „Gift für langlebige Investitionen". Man bewege sich immer mehr in Grenzbereiche der technischen, wirtschaftlichen und sozialen Machbarkeit.“

          Bosch-Chef Denner wiederum forderte, sich die CO2-Bilanz der gesamten Prozesskette des Autos, also zum Beispiel auch der Herstellung, anzuschauen. „Dann hätte auch der optimierte Verbrenner wieder eine Chance, genau wie die Brennstoffzelle und synthetische Kraftstoffe.“

          Von der Leyen stellt an diesem Mittwoch ihren Plan für ein „klimaneutrales“ Europa bis 2050 vor, den sogenannten Green Deal. Das Ziel ist, dass von 2050 an keine neuen Treibhausgase aus Europa in die Atmosphäre gelangen, um die Erderwärmung bei 1,5 Grad zu stoppen. Dafür muss der größte Teil der Klimagase, die bei Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas und in der Landwirtschaft entstehen, vermieden und der Rest gespeichert werden.

          Bosch hat in den vergangenen Wochen immer wieder neue Stellenabbaupläne für einzelne Standorte aus dem Automobilbereich angekündigt. Mit der jüngsten Ankündigung geht es nun insgesamt bereits um rund 3500 Arbeitsplätze. Laut Denner sind für diesen Mittwoch und Donnerstag Betriebsversammlungen angesetzt.

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