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Bosch-Chef im Interview : „Autos mit Verbrenner wird es weiter geben“

Abendlicher Berufsverkehr in Berlin Bild: dpa

Stefan Hartung führt mit Bosch den größten Autozulieferer der Welt. Er warnt vor Technikverboten, erklärt die Chancen des Wasserstoffs – und sagt, wieso es ohne China nicht geht.

          6 Min.

          Herr Hartung, Sie führen den größten Autozulieferer der Welt. Was halten Sie vom Beschluss des Ministerrats zum Verbrennerverbot in der EU vom Jahr 2035 an?

          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.
          Gustav Theile
          Wirtschaftskorrespondent in Stuttgart.

          Wir können das Ziel mittragen, die CO2-Emissionen von Neufahrzeugen bis 2030 um 55 Prozent und bis 2035 um 100 Prozent zu senken. Doch für die Entscheidung sind zwei Aspekte wichtig: Die verbindliche Technologieentscheidung für das Jahr 2035 schränkt den Spielraum für Innovationen zu stark ein. Man trifft so Annahmen über einen Zeitraum von 13 Jahren hinweg, ohne die Bandbreite möglicher Innovationen zu kennen. Daher sind wir grundsätzlich für einen technologieoffenen Ansatz und begrüßen eine Öffnungsklausel, wie möglicherweise die nun von den EU-Umweltministern zu den E-Fuels gefundene. Weltweit wird es ohnehin weiter Autos mit Verbrennungsmotor geben, und die können auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. 2035 ist für die Autoindustrie nicht weit weg. Europa sollte in diesem Zeitraum innovationsfreudig bleiben.

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