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Ausschüttungen : Wie viel Dortmund und Wolfsburg im DFB-Pokal kassieren

Der DFB-Pokal ist nicht nur Trophäe, auch wirtschaftlich bringt er die Vereine nach vorn. Bild: Reuters

Der Einzug ins Finale des DFB-Pokals zahlt sich für Borussia Dortmund und den VfL Wolfsburg auch finanziell aus: Beide Mannschaften werden so viel Geld einspielen wie nie zuvor in diesem Wettbewerb.

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          Das finanzielle Wachstum im Fußball hat auch positive Auswirkungen auf den DFB-Pokal. So werden die beiden Finalisten Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg, die am 30. Mai in Berlin aufeinandertreffen werden, aufgrund der Ausschüttungen des Deutschen Fußball-Verbandes (DFB) so viel Geld einspielen wie noch nie zuvor in diesem Wettbewerb. Demnach wird der Sieger in dieser Saison nach sieben Pokalspielen unter dem Strich etwa neun Millionen Euro erwirtschaften können, der Verlierer rund eine Million Euro weniger. Allein das erfolgreiche Halbfinale hat dem BVB und den Wolfsburgern jeweils mehr als zwei Millionen Euro eingebracht. Hinzu kommen weitere Zuschläge von einzelnen Vereinssponsoren und des Fernsehens. So könnten für beide Vereine noch einmal rund 1 bis 3 Millionen Euro dazukommen. Das besagt eine Analyse zum DFB-Pokal des Sportberatungsunternehmens PR Marketing aus Rheine, die FAZ.NET vorliegt.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Summen machen bei den beiden Klubs jedoch weniger als fünf Prozent des Gesamtumsatzes aus – das Kerngeschäft bleibt die Bundesliga. Profiteure sind eher die kleineren Klubs, wie der am Mittwoch im Halbfinale gegen Wolfsburg ausgeschiedene Drittligaverein Arminia Bielefeld. Mehr als vier Millionen Euro konnten die Ostwestfalen über die fünf Runden einspielen.

          Insgesamt schüttet der DFB im Pokal in dieser Spielzeit an die 64 teilnehmenden Mannschaften mindestens 47 Millionen Euro aus. In der aktuellen Runde mit den 63 Partien dürften am Ende erstmals mehr als 1,3 Millionen Zuschauer in die Stadien gekommen sein. Insgesamt hat sich der Zuschauerzuspruch in den vergangenen zehn Jahren um 61 Prozent erhöht, was auch mit den vielen moderneren Stadien zu tun hat.

          So seh’n Sieger aus: Borussia Dortmund zieht ins Pokal-Finale ein

          Aus der Kooperation mit den Fernsehsendern ARD und Sky bei den Liveübertragungen, die bis zum Jahr 2016 gilt, erhält der DFB derzeit im Jahr 50 Millionen Euro. Die Zentralvermarktung im Sponsoring spielt rund 17 Millionen Euro netto ein. Hier ist die Vermittlungsprovision von etwa 25 bis 30 Prozent für die Vermarktungsagentur Infront aus der Schweiz schon abgezogen. Der exklusive Werbepartner im Pokal auf allen Trikotärmeln der Spieler, die Marke Volkswagen, zahlt sechs Millionen Euro ein. Die anderen fünf Sponsoren auf der Bande (Bitburger, Deutsche Post, Engelbert Strauss, Targobank, Continental) liegen nach Recherchen von PR Marketing  bei einer Leistung von jeweils 3,5 Millionen Euro.

          Aus seinem zehnprozentigen Anteil am Kartenverkauf aller 63 Pokalspiele der Saison erhält der Verband 3,7 Millionen Euro. Damit kommt der DFB auf Gesamteinnahmen im Pokalwettbewerb von mehr als 70 Millionen Euro in der Saison. Abzüglich der Ausschüttungen an die Vereine von 47 Millionen Euro und seiner Kosten bleibt dem Verband ein Gewinn, der nicht näher beziffert wird.

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