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Börsengang : Twitter sucht Masse

Zum Börsenstart ist die Twitter-Aktie kräftig gestiegen. Das war beim Börsendebüt von Facebook anders. Aber wie sieht es langfristig aus?

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          Der Kurznachrichtendienst Twitter hat sich als eine der großen Online-Plattformen etabliert. Twitter ist heute allgegenwärtig. Was in diesem Netzwerk passiert, wird regelmäßig zum Gegenstand der öffentlichen Diskussion. Selbst Nicht-Nutzer bekommen oft an anderer Stelle mit, was Politiker, Popstars oder auch der Papst gerade twittern. Aber so gewaltig der Einfluss von Twitter in der öffentlichen Wahrnehmung auch ist: Anders als Facebook ist Twitter noch nicht zu einem Dienst für die breite Masse geworden, und es ist ungewiss, ob dies je der Fall sein wird.

          Twitter hat nicht nur viel weniger Nutzer als Facebook, sondern ist auch für einen weitaus kleineren Teil seiner Mitglieder eine tägliche Anlaufstelle.

          Vielen Menschen erschließt sich der Sinn von Twitter bis heute nicht. Die Konventionen der Seite mit einer eigenen Sprache voller Symbole und Abkürzungen haben Abschreckungspotential für Neueinsteiger. Die Herausforderung für Twitter ist nicht nur, an seinen Werbeformaten zu feilen, sondern auch, den Dienst attraktiver für die Allgemeinheit zu machen. Denn sonst könnten sich die Wachstumsphantasien, auf die sich die üppige Bewertung beim Börsendebüt stützt, bald zerschlagen.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

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