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Nach Abstürzen : Unfallermittler kritisieren Boeing und FAA wegen 737-Max-Risiken

  • Aktualisiert am

Eine Boeing 737 MAX 8 landet nach einem Testflug auf dem Boeing Field in Seattle. Bild: dpa

Boeing und die Luftfahrtaufsicht FAA sind von unrealistischen Annahmen zur Reaktion der Piloten bei Problemen ausgegangen. So lautet der Vorwurf amerikanischer Unfallermittler nach zwei Abstürzen des Flugzeugtyps 737 Max.

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          Boeings nach zwei Abstürzen mit Startverboten belegter Flugzeugtyp 737 Max ist laut amerikanischen Unfallermittlern auf Basis unrealistischer Annahmen von der Luftfahrtaufsicht FAA zugelassen worden. „Wir haben bei den beiden Unfällen gesehen, dass die Crews nicht so reagierten, wie Boeing und die FAA annahmen“, sagte Robert Sumwalt von der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NTSB am Donnerstag.

          Es gebe eine Lücke zwischen den Annahmen bei der Zertifizierung der 737 Max und den tatsächlichen Erfahrungen in der Praxis, so das Ergebnis einer Untersuchung der NTSB-Unfallermittler. Die Behörde stellte fest, dass Piloten nicht so mit den als Hauptabsturzursache geltenden Problemen mit Boeings Steuerungsautomatik MCAS umgingen, wie Hersteller und Flugaufsicht es sich vorgestellt hatten.

          Der NTSB-Bericht macht jedoch klar, dass es nicht um Kritik an den Aktionen der Piloten bei den Abstürzen gehe. Diese seien nicht Gegenstand der Untersuchung gewesen und würden von anderen Behörden analysiert. Die Ermittler nehmen vielmehr Boeing und die FAA in die Pflicht, mit angemessenen Mitteln und Methoden sicherzustellen, dass Flugcrews MCAS-Fehler richtig erkennen und darauf reagieren können.

          Sowohl Boeing als auch die FAA sind durch die Abstürze, bei denen im Oktober und März insgesamt 346 Menschen starben, schwer in die Kritik geraten. US-Behörden untersuchen, ob bei der ursprünglichen Zulassung der Unglücksflieger alles mit rechten Dingen zuging. Die FAA soll wesentliche Teile der Zertifizierung Boeing selbst überlassen haben. Ob und wann die 737 Max wieder abheben darf, ist derzeit unklar. Die FAA hat wiederholt betont, dass es keinen festen Zeitplan gebe.

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