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Flugzeugbau : Wie Boeing die Embraer-Flugzeuge bekommen könnte

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Eine Embraer ERJ-175LR. Bild: Reuters

Der Flugzeugbau ordnet sich neu: Airbus und Boeing sichern sich die kleinen Maschinen von Bombardier und Embraer. Dafür gibt es jetzt einen neuen Vorschlag.

          Der brasilianische Präsident Michel Temer prüft derzeit den Vorschlag für ein Gemeinschaftsunternehmen des nationalen Flugzeugbauers Embraer mit dem amerikanischen Konkurrenten Boeing. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagte ein Präsidentensprecher am Dienstag brasilianischer Zeit.

          Es geht um nicht weniger als eine Neuordnung am Himmel: Der zivile Flugzeugbau könnte zu einem Duopol werden. Bisher war der Markt eher viergeteilt: Airbus und Boeing kämpfen um Aufträge für mittelgroße Jets und Langstreckenmaschinen, Bombardier und Embraer hatten sich im Rennen um die größeren Marktanteile bei kleineren Jets mit 70 bis 100 Sitzen jahrzehntelang ein Duell geliefert. Während der große Airbus A380 unter Nachfragemangel leidet und der Einstellung kürzlich knapp entgangen ist, gilt das kleine Segment einigen Flugzeugbauern für die kommenden Jahre als besonders erfolgversprechend.

          Airbus beteiligt sich an Bombardier-Flugzeugen

          Airbus hatte in diesem Herbst 50,01 Prozent am Regionaljet-Programm „CSeries“ des kanadischen Konzerns Bombardier erworben, das direkt mit der Flugzeugfamilie E-Jets von Embraer konkurriert. Jetzt will Boeing Embraer übernehmen, die Verhandlungen begannen schon im vergangenen Jahr – doch das ist nicht so leicht.

          Eine komplette Übernahme des heimischen Flugzeugbauers durch Boeing hat die brasilianische Regierung mit der Begründung abgelehnt, es handele sich bei Embraer um ein strategisch wichtiges Unternehmen. Die brasilianische Regierung verfügt bei Embraer über ein Vetorecht.

          Nun könnte es auf die folgende Lösung hinauslaufen: Das neue Unternehmen würde die Verkehrsflugparte von Embraer umfassen, die Militärsparte jedoch nicht. Offen ist bislang unter anderem die Frage, wie hoch der Anteil der beiden Partner an dem neuen Unternehmen sein wird. Die Zeitung „O Globo“ meldet, Boeing werde 51 Prozent übernehmen.

          BOEING

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