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Nach Abstürzen der 737 MAX : Boeing kündigt 100 Millionen Dollar für Hinterbliebene an

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Eine Boeing 737 Max 8 landet nach einem Testflug im April 2019 auf dem Gelände des Flugzeugbauers in Seattle. Bild: AP

Bei zwei Abstürzen der Boeing 737 Max in diesem März und im Oktober vergangenen Jahres sterben 346 Menschen. Nun kündigt der Flugzeugbauer an, die Hinterbliebenen entschädigen zu wollen.

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          Nach den Abstürzen zweier Maschinen vom Typ Boeing 737 Max hat der amerikanische Flugzeugbauer Entschädigungszahlungen in Höhe von 100 Millionen Dollar (88,6 Millionen Euro) an die Hinterbliebenen der Opfer angekündigt. Mit dem Entschädigungsfonds sollten die Ausbildung und täglichen Ausgaben von Familien der Todesopfer sowie Entwicklungsprogramme in den betroffenen Gemeinden finanziert werden, erklärte Boeing am Mittwoch.

          Bei zwei Abstürzen von Boeing 737 Max im Oktober 2018 in Indonesien und im März 2019 in Äthiopien waren insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen. Nach den beiden Unglücken wurde für den Mittelstreckenjet des amerikanischen Flugzeugherstellers ein Flugverbot erteilt, das weiterhin Bestand hat. Bei der Fehlersuche stieß die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA auf mehrere mögliche Risiken, darunter ein Fehler in der Steuerungssoftware, der ursächlich für die beiden Unglücke gewesen sein könnte.

          Das Geld sei unabhängig von den laufenden Klagen, sagte ein Boeing-Sprecher. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, laufen gegen den Konzern 80 Klagen im Zusammenhang mit den Abstürzen. Boeing bemüht sich um einen Vergleich. Die Parteien hätten sich geeinigt, eine rasche Lösung auszuloten, damit die Betroffenen ohne lange Rechtsverfahren entschädigt werden können, hatte ein Unternehmenssprecher vergangene Woche erklärt. Die Aktie des Flugzeugbauers war nach dem Absturz der Maschine im März bis Dienstag um 16 Prozent gefallen.

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