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Wegen der 737 Max 8 : American Airlines streicht 90 Flüge pro Tag

  • Aktualisiert am

Ein Flugzeug der American Airlines startet am Flughafen in Los Angeles. Bild: Reuters

Boeing steckt wegen der 737 Max 8 in der Krise. Nun kündigte auch Amerikas größte Airline an, Flüge dieses Flugzeugtyps zu streichen. Und es droht ein weiterer Tiefschlag für den Luftfahrtriesen.

          Die größte amerikanische Fluggesellschaft American Airlines streicht in den kommenden vier Wochen zahlreiche weitere Flüge, die mit dem Typ Boeing 737 Max 8 hätten fliegen sollen. Bis zum 24. April sollen pro Tag etwa 90 Flüge wegfallen, wie die Airline am Sonntag mitteilte. American Airlines hat 24 Maschinen vom Typ Boeing 737 Max 8 in der Flotte.

          Binnen weniger Monate waren zwei Flugzeuge dieses Modells in Indonesien und Äthiopien abgestürzt. Dabei kamen insgesamt 346 Menschen ums Leben. Zahlreiche Länder erließen deshalb Flugverbote für Maschinen vom Typ Boeing 373 Max 8.

          Dem nach diesen zwei Abstürzen innerhalb weniger Monate unter Druck geratenen amerikanischen Hersteller Boeing droht zudem ein weiterer Schlag: Die Welthandelsorganisation (WTO) veröffentlicht am Donnerstag das abschließende Urteil in einem seit Jahren laufenden Fall um illegale Subventionen.

          Schadenersatz für die EU?

          Dabei ging es um Entwicklungshilfen für den Boeing-Verkaufsschlager Dreamliner. Das Urteil könnte den Weg für die EU freimachen, Schadenersatz in Milliardenhöhe zu verlangen – über Summen entscheidet letztlich ein WTO-Schlichter.

          WTO-Streitschlichter stellten schon im Jahr 2012 fest, dass das amerikanische Luftfahrtunternehmen illegale Zuwendungen bekam. Im Jahr 2017 bestätigten sie teilweise die Beschwerde der EU, dass die Vereinigten Staaten die beanstandeten Begünstigungen nicht wie angeordnet eingestellt hatten. Am Donnerstag geht es um die letzte Berufung gegen das Urteil von 2017.

          Vor einem Jahr wurde ein ähnlicher Fall beendet, der ebenfalls von den Vereinigten Staaten und der EU durch alle Instanzen gezogen worden war. Dabei ging es um illegale Subventionen für Airbus. Die WTO-Streitschlichter gaben einer amerikanische Klage über illegale Anschubfinanzierungen für den Großflieger Airbus A380 statt.

          Ein paar Jahre später urteilten sie, dass die EU die Zuwendungen nicht wie angeordnet in vollem Umfang zurückgenommen hatte. Deshalb läuft in der WTO zurzeit der Schlichterprozess um Schadenersatz. Im Februar lief dazu eine Anhörung, hinter verschlossenen Türen. Eine Tonaufnahme der Anhörung wird am 30. April in der WTO präsentiert.

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