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Flugaufsicht gibt grünes Licht : Boeing darf 787 Dreamliner bald wieder ausliefern

  • Aktualisiert am

Eine Boeing 787 Dreamliner landet im Juli 2016 auf dem Flughafen Berlin-Tegel. Bild: dpa

Die US-Aufsichtsbehörde FAA sieht alle „notwendigen Änderungen vorgenommen“ und erlaubt Boeing nach mehr als einem Jahr wieder die Auslieferung des 787 Dreamliners. Konkurrent Airbus kämpft derweil mit Engpässen der Zulieferer.

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          Der US-Flugzeugbauer Boeing darf nach mehr als einjähriger Unterbrechung wegen Herstellungsmängeln bald wieder seinen Langstreckenflieger 787 Dreamliner ausliefern. „Boeing hat alle notwendigen Veränderungen vorgenommen, um sicherzustellen, dass der 787 Dreamliner alle Zertifizierungsstandards erfüllt“, erklärte die US-Flugaufsichtsbehörde FAA am Montag. Die Auslieferung des Flugzeugs könne deswegen „in den kommenden Tagen“ wieder beginnen.

          Die FAA werde jedes einzelne Flugzeug überprüfen, bevor ein Lufttüchtigkeitszeugnis ausgestellt werde, erklärte die Behörde weiter. Boeing erklärte auf Anfrage lediglich, weiter „transparent“ mit der FAA und den Kunden des Flugzeugbauers zusammenarbeiten zu wollen, um die Auslieferungen wiederaufzunehmen.

          Boeing hatte im Spätsommer 2020 Herstellungsmängel bei einigen Dreamlinern entdeckt, in der Folge kamen weitere Probleme hinzu. Die Auslieferung der Maschinen wurde deswegen zwischen November 2020 und März 2021 und dann abermals ab Ende Mai 2021 gestoppt. Der US-Konzern hatte Ende Juni 120 Dreamliner in seinem Inventar und setzte die Produktion nach eigenen Angaben mit „sehr niedriger“ Kadenz fort. Seit der Markteinführung im Jahr 2004 hat Boeing etwas mehr als 1000 Maschinen dieses Typs ausgeliefert.

          Die Probleme mit dem Dreamliner bremsten die Erholung des Flugzeugbauers von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie und den massiven Problemen mit der 737 MAX nach zwei Abstürzen von Maschinen dieses Typs 2018 und 2019.

          Airbus leidet unter Lieferengpässen

          Unterdessen hat Boeing-Konkurrent Airbus im Juli nach Engpässen bei Zulieferern deutlich weniger Maschinen ausgeliefert als im Monat zuvor. Der Dax-Konzern übergab im abgelaufenen Monat 46 Verkehrsjets an seine Kunden nach 60 Stück im Juni, wie er am Montagabend in Toulouse mitteilte. Weil Zulieferer mit ihren Lieferungen kaum hinterherkommen, hatte Airbus-Chef Guillaume Faury seine Pläne für 2022 Ende Juli gekappt und rechnet statt mit 720 nur noch mit 700 Auslieferungen. Unterdessen holte der Hersteller im Juli Aufträge über 401 neue Maschinen herein, davon gehen fast 300 Maschinen nach China. Im Gegenzug verbuchte Airbus Stornierungen über vier Jets.

          Noch im Auftragsbuch enthalten ist eine verbliebene Bestellung der arabischen Fluggesellschaft Qatar Airways über 19 Großraumflugzeuge vom Typ A350. Branchenkreisen zufolge hat der Hersteller den Vertrag mit seiner Großkundin nach monatelangem öffentlichen Streit über Schäden an der Oberfläche mehrerer Maschinen der Reihe jedoch inzwischen gekündigt.

          Qatar Airways hatte den weltgrößten Flugzeugbauer im Dezember in London wegen der Mängel auf Schadenersatz verklagt und diese öffentlich als Sicherheitsproblem bezeichnet. Airbus und die europäische Luftfahrtbehörde Easa beurteilten die Sache jedoch anders. Der Hersteller hatte angeboten, die Schäden auf eigene Kosten zu beheben, Qatar Airways hatte dies jedoch abgelehnt.

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