https://www.faz.net/-gqe-99zon

In Großbritannien : BMW kündigt Rückruf von über 300.000 Autos an

  • Aktualisiert am

BMW hat den Rückruf von mehr als 300.000 Autos in Großbritannien angekündigt. Bild: Reuters

BMW plant in Großbritannien eine groß anlegte Rückrufaktion defekter Fahrzeuge. Ein Fehler in der Elektronik soll sogar einen tödlichen Unfall verursacht haben.

          Der Autobauer BMW will in Großbritannien etwa 312.000 Fahrzeuge wegen eines Elektronikfehlers zurückrufen. Das teilte ein Sprecher am Mittwoch mit.

          Die Aktion kommt nach mehreren Berichten über Autos, deren Elektronik bei voller Fahrt komplett ausgefallen sein soll. In einem Fall war ein betroffenes Fahrzeug sogar in einen tödlichen Unfall verwickelt.

          Der Rückruf erstreckt sich BMW zufolge sowohl auf Benziner als auch auf Dieselfahrzeuge der Reihen 1er, 3er, Z4 and X1. Sie wurden zwischen März 2007 und August 2011 hergestellt.

          Schuld an dem Defekt sollen Abnutzungserscheinungen am Stecker eines Stromverteilers sein. Die nötigen Reparaturen würden nicht mehr als zwei Stunden dauern, hieß es in einer BMW-Mitteilung.

          Bereits im vergangenen Jahr hatte der Autohersteller rund 36.000 Wagen in Großbritannien wegen desselben Problems in die Werkstätten beordert. BMW war Vorwürfen ausgesetzt, nicht schnell genug reagiert zu haben. Die britische Verkehrssicherheitsbehörde DVSA erklärte, BMW habe Vorfälle zwischen 2011 und 2014 nicht ordnungsgemäß gemeldet.

          Derzeit läuft in Großbritannien eine Untersuchung zum Unfalltod eines Mannes im Dezember 2016, bei dem der Defekt eine Rolle gespielt haben könnte. Das Auto war gegen einen Baum gekracht, nachdem der Fahrer versucht hatte, einem BMW auszuweichen, der wegen eines kompletten Elektronikausfalls nachts auf der Straße nur schwer zu erkennen war.

          Schuld an der Panne des BMWs war nach Angaben des Autoherstellers der elektronische Defekt, der nun behoben werden soll. „Wir sind zutiefst betrübt über den Vorfall“, teilte ein BMW-Sprecher mit.

          Weitere Themen

          Was sich 2019 alles ändert

          Neue Gesetze : Was sich 2019 alles ändert

          Eine Reihe von Neuregelungen können zum 1. Januar 2019 kommen – in der letzten Sitzung des Jahres gab der Bundesrat dafür grünes Licht. Eine Verfassungsänderung bremst die Länder aber erst einmal aus.

          Wo unsere Smartphones herkommen Video-Seite öffnen

          Von Afrika über China zu uns : Wo unsere Smartphones herkommen

          Wir benutzen sie jeden Tag, doch wir fragen uns selten, wo sie herkommen: Der Weg eines Smartphones beginnt in Afrika und Südamerika und führt zu riesigen Fabriken in China. Unsere Grafik nimmt Sie mit auf die Reise.

          Topmeldungen

          Bei gewaltsamen Protesten gegen ein neues Arbeitsgesetz wurden mehr asl 50 Menschen festgenommen.

          Ungarn : Gewaltsame Proteste gegen Orbans neues Arbeitsgesetz

          Mehrere tausend Demonstranten protestierten dagegen, dass Arbeitgeber künftig bis zu 400 Überstunden im Jahr verlangen können. Die Opposition spricht von einem „Recht auf Sklaverei“. Mindestens 14 Menschen wurden verletzt, mehr als 50 festgenommen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.