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BMW im Sportsponsoring : Imagefaktor America's Cup

Der ersehnte Triumph: Steuermann Spithill (l.) und Eigentümer Ellison. Bei BMW freuen sie sich auch Bild: REUTERS

Der Autobauer BMW will als Technikpartner vom Gewinn der Segeltrophäe profitieren. Nach dem Ausstieg aus der Formel 1 wird sich das Sportprogramm des Konzerns auf das Umweltthema fokussieren - mit möglichst klaren Botschaften an den Kunden der Zukunft.

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          Ein sommersprossiger Australier ist die neue Symbolfigur - auch für den deutschen Automobilhersteller BMW. James Spithill stand als Steuermann der teuersten Rennyacht der Welt im Mittelpunkt des America's Cup. Vor Valencia lieferten sich zwei Milliardäre ein Duell um die älteste Trophäe des Sports. Spithill und die Segler an Bord eines futuristischen Dreirumpfbootes brachten am Sonntag dem amerikanischen Software-Mogul Larry Ellison (Oracle) endlich den ersehnten Triumph (America's Cup: „Auld Mug“ zurück in Amerika). Profitieren vom Erfolg möchte BMW als Sponsor und Technikpartner.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Seit acht Jahren beteiligen sich die Münchner an dem glamourösen Hochtechnologiewettbewerb für Superyachten (America's Cup: Was hat dieses Batmobil mit BMW zu tun?). Segeln gehört neben Motorsport und Golf zur "Drei-Säulen-Strategie" von BMW im Sport. Engagements und eigene Veranstaltungen von der Spitze bis an die Basis sollen das dynamische, technisch anspruchsvolle, elegante Bild der Marke befördern. Doch seit dem Ausstieg aus der Formel 1, dem Einstieg bei Olympia und dem Bekanntwerden möglicher Ambitionen im Fußball stellt sich eine Frage: Wohin will BMW?

          In den vergangenen Jahren hat der Konzern von seinem Nimbus als Primus der Königsklasse eingebüßt. Zuletzt zehrte ein hartes Sparprogramm am Unternehmen. Durch die Folgen der Wirtschaftskrise verschärft sich der Kampf um Marktanteile gegen die ärgste Konkurrenz von Audi und Mercedes. In diesem Wettstreit müssen die richtigen Entscheidungen her - auch bei der Ansprache der Zielgruppe. "Wir sehen uns als innovativen Partner des Sports, der bereit ist, neue Wege zu beschreiten und neue Ideen und Konzepte zu entwickeln", sagt Ralf Hussmann, Leiter Sportmarketing von BMW.

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          Im Wettbewerb mit Mercedes und Audi

          Ein sportlich dynamisches Erscheinungsbild hat für alle Automobil-Premiummarken eine besondere Bedeutung. BMW trifft auf harte Mitbewerber. Während man sich selbst aus der Formel 1 zurückzog, stieg Mercedes mit der Reaktivierung des deutschen Altstars Michael Schumacher und dem Erwerb eines eigenen Teams noch größer in den PS-Zirkus ein. Gerade Audi liefert BMW ein besonders hartnäckiges Verfolgungsrennen. Vor der Haustür des Rivalen setzte sich die VW-Tochter als Teilhaber beim FC Bayern fest, nachdem zuvor Gerüchte über ein angebliches Interesse von BMW an einer Zusammenarbeit mit dem Fußballklub aufgekommen waren. Im Januar verdrängte Audi den überraschten Konkurrenten als Hauptsponsor der Kieler Woche. Zuvor schon waren die Ingolstädter im Golf vorgeprescht. Als neuer Partner der deutschen Ryder-Cup-Bewerbung für 2018 düpierten sie BMW, das schon die zuständige Dachorganisation des Golfs und große Turniere sponsert. Und selbst beim neu entdeckten Olympia-Thema gibt der aggressive Gegner keine Ruhe. Während klar war, dass BMW die Münchner Bewerbung für die Winterspiele 2018 und die Ausrichter der Sommerspiele in London 2012 unterstützt, hat Audi Anfang Februar einen Vertrag mit dem Deutschen Olympischen Sportbund geschlossen, der dem Unternehmen einen Zugang zu den Spielen in Vancouver und London verschafft - wenn auch nicht so exklusiv.

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