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Trotz Klima-Protesten : BMW freut sich über SUV-Rekord

Reges Interesse am BMW X7 auf der IAA in Frankfurt Bild: AFP

Vor genau 20 Jahren brachte BMW sein erstes SUV auf den Markt. Jetzt haben die Münchner so viele Sportgeländewagen verkauft wie noch nie. Die Proteste der Klimaschützer zeigen damit noch keine Wirkung.

          Kurz vor Beginn der Internationalen Automobilausstellung sind die sogenannten Sport Utility Vehicle, kurz SUV, zur Zielscheibe von Umweltschützern geworden. Die Autoindustrie müsse die Entwicklung von SUVs und allen anderen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren beenden und umgehend auf Elektroautos umstellen, forderte das Bündnis „Aussteigen“ am Montag in Frankfurt.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          In den Wochen zuvor hatten bereits Politiker unterschiedlicher Parteien diverse Maßnahmen gegen die SUVs ins Gespräch gebracht. Weil die ausladenden Fahrzeuge mehr Platz in den Städten beanspruchen und auch mehr Kraftstoff verbrauchen, reichten die Vorschläge von einer CO2-Steuer für SUV bis hin zu City-Fahrverboten.

          SUV-Pionier BMW

          Die Kritik an der Fahrzeuggattung mindert indes nicht ihre Beliebtheit bei den Kunden. Vor allem der BMW-Konzern, der vor genau 20 Jahren mit dem Gelände-Coupé X5 sein erstes SUV auf den Markt brachte, profitiert davon. Mitten in der Branchenflaute vermeldeten die Münchner SUV-Pioniere am Montag gegen den allgemeinen Trend ein Absatzplus: Im vergangenen Monat setzten sie 157.889 BMW-Modelle ab und damit 4,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

          Der Grund: Die SUV-Modelle der X-Reihe, von denen BMW gut ein Drittel mehr verkaufte als vor einem Jahr. „Unsere neuen X-Modelle sind bei den Kunden sehr beliebt“, sagte Vertriebschef Pieter Nota. Die Stadtgeländewagen machen mittlerweile fast die Hälfte aller verkauften BMW-Fahrzeuge aus.

          Dabei bietet BMW mittlerweile so viele unterschiedlich SUV-Modelle an wie sonst nur noch der Daimler-Konzern. Vom kompakten X1 bis zum wuchtigen X7 sind alle Zahlenreihen vergeben, und längst hält sich das Gerücht, dass Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich Pläne für einen X8 prüfen lässt – zumal der brandneue X7 überaus erfolgreich ist. Nach Aussage eines BMW-Sprechers ist jedenfalls die gesamte Jahresproduktion des mindestens 84.000 Euro teuren X7 ausverkauft.

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