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F.A.Z. exklusiv : BMW setzt seine Zulieferer unter Druck

BMW macht Druck auf seine Zulieferer. Bild: EPA

In einem Brief fordert BMW Kostensenkungen von seinen Lieferanten. Der Ton ist freundlich, doch die Ansage klar: Sie sollen schnell viel sparen. Die Zulieferer murren.

          3 Min.

          Vor wenigen Wochen haben die 30 führenden Autozulieferer der Welt ein Schreiben erhalten. Absender: die BMW Group. Darin fordert der Münchner Autohersteller die Partner ganz offen zu Kostensenkungen auf. Als Antwort auf die makroökonomischen Rahmenbedingungen und die Herausforderungen für die gesamte Autoindustrie habe man ein „360-Grad-Programm“ aufgelegt, heißt es in freundlichem Ton – und mit klarer Ansage: Denn es werden eine ganze Reihe von Verbesserungsmaßnahmen aufgelistet, zu denen sich die Zulieferer bereit erklären sollen. Letztlich geht es darum, dass Konzerne wie Bosch, ZF, Continental oder Schaeffler ihre Einsparanstrengungen binnen eines Jahres verdoppeln. Unterschrieben ist der Brief, der der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt, vom neuen Einkaufsvorstand Andreas Wendt.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Bei BMW läuft derzeit ein Effizienzprogramm mit dem Namen „Performance Next“, das durch Kostensenkungen die Finanzierung von Zukunftsthemen unterstützen soll. Einige Milliarden Euro will der weiß-blaue Autohersteller in den kommenden Jahren einsparen: durch das Streichen einiger Modelle, etwa des aktuellen Dreier GT, der in der kommenden Generation keinen Nachfolger erhalten soll, über den Abbau von Komplexität und durch das Verschlanken von Strukturen – und nun auch mit Hilfe von Einsparungen im Lieferantennetzwerk.

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