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BMW, Daimler & Co. : Amerikaner lieben deutsche Autos

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Beliebt in Amerika: BMW i3-Elektroautos parken auf dem Dach des Los Angeles Police Departments. Bild: dpa

Trotz Trumps Kritik: Viele Amerikaner lieben Autos aus Deutschland. Die Hersteller verzeichnen steigenden Absätze. Mancher Konkurrent hat aber einen schlechten Monat hinter sich.

          Auch nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten Donald Trump kaufen Amerikaner gerne deutsches Autos. Im März veräußerten die Luxusautohersteller BMW, Porsche und Daimler jeweils gut 3 Prozent mehr Fahrzeuge an amerikanische Kunden, Volkswagen immerhin beinahe 3 Prozent und dessen Tochtergesellschaft Audi 1,7 Prozent verglichen mit dem Vorjahr.

          Insgesamt hatten Fachleute allerdings eine stärkeres Wachstum auf diesem wichtigen Markt erwartet. Und teils umfangreiche Rabattaktionen schürten zusätzlich Befürchtungen. „Der März war hart, hart, hart“, sagte die Vizepräsidentin für den amerikanischen Markt im Nissan-Konzern, Judy Wheeler. „Das wird ein aggressives Jahr, und ich denke, das realisieren gerade alle.“

          Nissan steigerte den Absatz zwar um 3,2 Prozent. Der Preisnachlass pro Auto sei aber um mehr als 400 Dollar höher gewesen als ein Jahr zuvor, sagte Wheeler.

          Selbst im Bereich von Kleinlastern und SUVs, die sich eigentlich von alleine verkauften, hätten die Händler ihre Preise senken müssen, sagte Karl Brauer von der auf Autos spezialisierten Beratungsfirma Kelley Blue Book. Sollten Händler noch weiter an der Preisschraube drehen müssen, könnte dies die Gewinne der Autokonzerne belasten, erläuterten Experten. Einen Preiskrieg könne sich die Branche nicht leisten.

          Der amerikanische Hersteller Ford verzeichnete sogar einen um mehr als sieben Prozent auf 236.000 Fahrzeuge gefallenen Absatz. Beim japanischen Wettbewerber Toyota betrug das Minus 2,1 Prozent, bei Fiat Chrysler knapp fünf und bei Honda 0,7 Prozent. Auf das Jahr hoch gerechnet geht Ford insgesamt in den Vereinigten Staaten von 17 Millionen verkaufter Autos aus, General Motors von 16,7 Millionen Fahrzeugen.

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