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Harald Krüger : BMW-Chef verteidigt Kaufprämie für Elektroautos

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Harald Krüger Bild: Tobias Schmitt

Ab Juli sollen Käufer von Elektroautos eine Prämie von 5000 Euro bekommen. BMW-Chef Krüger verteidigt die Subvention: Es gehe „um die Zukunft der Autoindustrie am Standort Deutschland“, sagt er im Interview.

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          Vor Beginn des Genfer Autosalons hat der Vorstandsvorsitzende von BMW, Harald Krüger, für staatliche Subventionen für die Elektroautos geworben: „Es geht um die Zukunft der Autoindustrie am Standort Deutschland“, sagte Krüger im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Dienstagsausgabe). Die Autoindustrie bekomme es mit neuen Wettbewerbern aus anderen Branchen zu tun, ob aus den Vereinigten Staaten oder aus China, und zwar in der Kombination Digitalisierung und Elektromobilität. Dem müsse man sich stellen, und obendrein noch die hohen Anforderungen durch die CO2-Gesetzgebung in Europa und anderen Regionen erfüllen.

          „Dafür brauchen wir einen höheren Anteil von Elektrofahrzeugen, und zwar schnell“, sagte Krüger. In der vorvergangenen Woche hatte der BMW-Chef auch mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gesprochen, einem entschiedenen Gegner staatlicher Subventionen. Man habe vor allem die Wettbewerbssituation der Autoindustrie in den nächsten zehn Jahren diskutiert, sagte Krüger und ergänzte: „Hierzu waren wir in den Gesprächen einer Meinung.“

          Wenig Verständnis hat Krüger für die öffentliche Kritik am Diesel. Es sei „nicht gerechtfertigt, jetzt den Dieselmotor schlecht zu reden und aus den Innenstädten verbannen zu wollen“. Bei BMW haben vier von fünf Autos in Europa einen Dieselmotor und sechs Monate nach dem Volkswagen-Skandal um manipulierte Selbstzünder stelle man „im Kaufverhalten der Kunden auch nicht fest, dass unsere Diesel in Verruf geraten“ seien.

          BMW ist nach Aussage von Krüger in den Vereinigten Staaten nicht mit Zivilklagen konfrontiert worden. „Unsere Diesel werden auch in den Vereinigten Staaten laufend getestet, und es wurde nicht ein einziger beanstandet.“ Dem Wettbewerber Daimler werden derzeit Verstöße gegen Umweltgesetze und eine Irreführung der Verbraucher Vorgeworfen, die der Konzern aber zurückweist.

          Krüger sprach sich zudem für einen Verbleib Großbritanniens in der EU aus. Ein Brexit könnte Folgen für den BMW-Konzern haben, der mit den britischen Marken Mini und Rolls-Royce auch Produktionsstandorte auf der Insel besitzt: „England ist für BMW der viertgrößte Markt und für Mini der größte. Zollbarrieren könnten hohe Kosten auslösen, für die Just-in-time-Produktion ist es hinderlich, wenn die Lieferketten für Bauteile unterbrochen sind.“

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