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Produkt vieler Hände: Der Corona-Impfstoff von BioNTech. Bild: Lucas Bäuml

Impfstoffe : BioNTechs unbekannte Helfer

Corona überraschte uns alle – trotzdem wurde innerhalb weniger Monate ein Impfstoff entwickelt. Über die Mainzer Firma BioNTech ist vieles bekannt, doch solch eine Produktion braucht viele helfende Hände. Wer sind die unbekannten Unterstützer?

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          Als im vergangenen Jahr innerhalb weniger Monate erste Impfstoffe bis zur Zulassung entwickelt wurden, war die Freude rund um den Globus groß. Branchenkenner warnten indes vor zu viel Euphorie. Schließlich wussten sie, welch große Herausforderung es ist, sehr schnell Hunderte Millionen und gar Milliarden an Impfstoffdosen in gleichbleibender Qualität zu produzieren. Dabei hat sich gezeigt: Ohne ein Netzwerk vieler Unternehmen, die einzelne Prozessschritte übernehmen oder spezielle Produkte zuliefern, hätte dieser Kraftakt nicht funktioniert. Dabei haben sich vor allem viele Mittelständler hervorgetan, von denen bislang wohl nur die wenigsten gehört hatten. Auf einer Liste der Partner für das Corona-Impfstoff-Projekt verzeichnet BioNTech denn neben Namen wie Siemens und dem Pharma- und Laborausrüster Sartorius beispielsweise das Un­ternehmen Siegfried, das den Impfstoff abfüllt und verpackt.

          Ilka Kopplin
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Zu den wichtigen, obgleich wenig pro­minenten Partnern zählt auch die Lipoid GmbH aus Ludwigshafen. Das Ende der 1970er-Jahre gegründete Un­ternehmen mit mittlerweile rund 500 Mitarbeitern liefert eine bestimmte Sorte von Lipiden für den Mainzer Impfstoff zu. BioNTechs Vakzin benötigt vier verschiedene dieser fettartigen Moleküle, in die die instabile mRNA verpackt wird, damit sie im Körper ihr Ziel erreichen kann. Eines davon, das synthetische Phosphorlipid, kommt aus dem Hause des Ludwigshafener Mittelständlers. Lipoid ist seit vielen Jahren auf die Produktion solcher natürlicher und synthetischer Phosphorlipide spezialisiert. „Wir sind in mehreren Impfstoff-Projekten mit unseren Phosphorlipiden involviert“, erzählt Geschäftsführer Frank Schubert im Gespräch mit der F.A.Z. ein wenig stolz.

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