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Sahin hat Milliardenvermögen : BioNTech macht 2,8 Milliarden Euro Gewinn in einem Quartal

Der Impfstoff von BioNTech und Pfizer Bild: AFP

Der große Erfolg mit Corona-Impfstoffen sorgt beim Mainzer Biotechnologie-Unternehmen BioNTech für einen gewaltigen Gewinn- und Kurssprung. Die Liefermengen sollen weiter steigen. Der Gründer Sahin zählt nun zu den reichsten Deutschen.

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          Der große Erfolg mit den Corona-Impfstoffen hat BioNTech einen gewaltigen Gewinnsprung beschert. Wie das Biotechnologieunternehmen aus Mainz am Montag mitteilte, lag der Gewinn im zweiten Quartal bei 2,8 Milliarden Euro. Welche enorme Entwicklung hinter dieser Zahl steckt, zeigt der Blick auf den gleichen Zeitraum im Vorjahr, als BioNTech noch einen Verlust in Höhe von 88,3 Millionen Euro einfuhr.

          Daniel Schleidt
          Stellvertretender Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          Insgesamt lag der Nettogewinn im ersten Halbjahr des laufenden Jahres bei 3,9 Milliarden Euro, im Vergleichszeitraum 2020 stand dagegen ein Minus in Höhe von gut 141 Millionen Euro zu Buche. Der Umsatz des seit 2019 börsennotierten Unternehmens wurde für das im Juni zu Ende gegangene Quartal auf 5,3 Milliarden Euro beziffert, verglichen mit 41,7 Millionen im zweiten Quartal 2020.

          Mittlerweile hat BioNTech gemeinsam mit seinem amerikanischen Partner Pfizer ein halbes Jahr nach dem Start der Auslieferung seines mRNA-Impfstoffs die Marke von einer Milliarde ausgelieferter Covid-19-Impfdosen überschritten, wie BioNTech mitteilte. Die Flüssigkeit sei in über 100 Länder oder Regionen ausgeliefert worden.

          Rasanter Kursanstieg

          BioNTech geht eigenen Schätzungen zufolge davon aus, bis zum Jahresende rund 2,2 Milliarden Impfdosen ausgeliefert zu haben, der Umsatz damit soll dann bei rund 15,9 Milliarden Euro liegen. Darüber hinaus sei mit zusätzlichen Umsätzen in Zusammenhang mit weiteren Lieferverträgen im Jahr 2021 zu rechnen; insgesamt beträgt die Produktionskapazität für das laufende Jahr drei Milliarden Dosen, für 2022 sind vier Milliarden angesetzt. BioNTech und Pfizer hatten Ende 2020 die weltweit erste Zulassung für einen Covid-19-Impfstoff erhalten.

          BIONTECH SE SPON. ADRS 1

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          An der Börse setzte sich nach der Veröffentlichung der Zahlen die positive Entwicklung des Aktienkurses fort. Das BioNTech-Papier legte im Tagesverlauf um rund fünf Prozent zu und kostet derzeit an der amerikanischen Nasdaq mehr als 400 Dollar pro Stück. Beim Börsengang 2019 waren es nur 15 Dollar gewesen. Das entspricht einem Kursplus von rund 2500 Prozent.

          Durch den rasanten Kursanstieg sind die Anteile von Unternehmensgründer Ugur Sahin, der gut 17 Prozent an BioNTech hält, mittlerweile gut 13 Milliarden Euro wert. Damit gehört er laut einer Aufstellung der Nachrichtenagentur Bloomberg ebenfalls zu den zehn reichsten Deutschen.

          BioNTech treibt den Kampf gegen andere Krankheiten als Corona voran. Sahin sagte, man habe die Pipeline auf dem Feld der Onkologie weiterentwickelt und die Hoffnung, in den nächsten Jahren eine Reihe von Produktkandidaten auf den Markt zu bringen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen im zweiten Quartal bei über 200 Millionen Euro gegenüber 95 Millionen im Vorjahreszeitraum.

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