https://www.faz.net/-gqe-9s1ju

Wachsendes Geschäft : Edeka eröffnet ersten Biomarkt

  • Aktualisiert am

Edeka-Supermarkt in Köln Bild: dpa

In dieser Woche eröffnet das Handelsunternehmen den ersten Fachmarkt mit dem Namen „Naturkind.“ Auf dem Markt ist längst ein harter Wettbewerb entstanden.

          1 Min.

          Mit der Eröffnung des eigenen Bio-Fachmarktes „Naturkind“ steigt Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka in das wachsende Bio-Geschäft ein. Am Donnerstag starten in Hamburg und im bayerischen Dinkelsbühl die selbstständig geführten Naturkind-Biomärkte, wie Edeka am Mittwoch mitteilte. In Hamburg Altona soll der Lebensmittelhersteller fast 7000 Bioartikel verkaufen. Damit konkurriert Edeka mit Biosupermärkten wie Alnatura oder Denn's.

          Bioprodukte sind längst auf dem Massenmarkt angekommen. Sowohl Bioketten als auch konventionelle Supermärkte und Discounter drängen auf den Markt. Denn Bio wächst in der Gunst der deutschen Konsumenten. Allein 2018 gaben deutsche Verbraucher insgesamt 10,9 Milliarden Euro für Bio-Lebensmittel aus, mehr als in jedem anderen EU-Land.

          Wettbewerb um Kunden

          Lidl hatte Anfang des Jahres nahezu alle Molkereiprodukte seiner Bio-Eigenmarke mit dem bislang vor allem im Fachhandel zu findenden Bioland-Siegel versehen – und damit den Wettbewerb um umweltbewusste Kunden befeuert.

          Edeka erhofft sich mit Naturkind vor allem Neugeschäft: „Viele Bio-interessierte Verbraucher kaufen gezielt im Fachmarkt ein. Daher sind wir überzeugt, dass Naturkind einen neuen Kundenstamm erreichen kann“, sagte der Geschäftsführer von Edeka Nord, Stefan Giese, in Hamburg.

          Die Entscheidung für einen eigenen Bio-Laden und gegen eine Verbreiterung des Sortiments in Edeka-Filialen habe zwei Gründe, erläuterte Vertriebs- und Marketingvorstand Claas Meinecke: Zum einen würden Supermärkte mit Bio-Verbandsware bislang kaum oder gar nicht beliefert. Zum anderen wollten Käufer, die Wert auf Bioqualität legen, kein so breites Sortiment wie in herkömmlichen Supermärkten.

          Weitere Themen

          Warum nachhaltiges Investieren so schwer ist Video-Seite öffnen

          Greenwashing : Warum nachhaltiges Investieren so schwer ist

          Grüne Investitionen erobern die Finanzmärkte. Mehr als 300 Milliarden Dollar flossen 2020 in „nachhaltige“ Anlagen und brachen damit den Rekord des Vorjahres. Doch wirklich "grün" zu investieren, ist schwieriger als es klingt.

          Topmeldungen

          Finanzmärkte in Aufregung : Die Inflation lebt

          Die Preise steigen so schnell wie lange nicht mehr. Ist das der Beginn einer neuen Zeit mit Inflation und hohen Zinsen? Wie Anleger jetzt reagieren können.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.