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Billig-Stromanbieter : Flexstrom meldet Insolvenz an

  • Aktualisiert am

Bild: AP

Lange hielten sich Gerüchte über Schwierigkeiten des Stromanbieters Flexstrom. Jetzt hat er Insolvenz angemeldet. Kunden müssen sich einen neuen Stromanbieter suchen.

          Der Stromanbieter Flexstrom ist insolvent. Das Unternehmen, über dessen Pleite schon im vergangenen Jahr spekuliert worden war, hat am Freitag Insolvenz angemeldet. Mit Flexstrom ist nach der Teldafax-Insolvenz im Jahr 2011 der nächstgrößere Stromhändler zahlungsunfähig. 

          Auch die Flexstrom-Tochtergesellschaften „Optimal Grün“ und „Löwenzahn Energie“ seien insolvent, teilte das Unternehmen mit. Das Geschäft des Gasanbieters Flexgas hingegen werde durch einen Investor weitergeführt, so dass sich für dessen Kunden nichts ändern werde.

          Stromkunden des Unternehmens werden vorerst von ihrem örtlichen Versorger beliefert, allerdings meist zu relativ teuren Tarifen. Kunden sollten sich deshalb einen neuen Anbieter suchen oder beim örtlichen Versorger in einen günstigeren Tarif wechseln.

          Viele Kunden hatten sich über die Geschäftspraktiken von Flexstrom beschwert. Im vergangenen November wollte das Unternehmen eine Anleihe an den Markt bringen, um sich Geld zu leihen. Doch dieses Vorhaben zog das Management zurück, nachdem das „Handelsblatt“ berichtet hatte, das Unternehmen habe Zahlungsschwierigkeiten.

          Das Unternehmen macht jetzt diese Berichte für seine Insolvenz verantwortlich. Danach hätte nur noch ein Teil der Kunden pünktlich gezahlt, insgesamt warte das Unternehmen jetzt auf 100 Millionen Euro. Eigentlich sei Flexstrom profitabel gewesen, doch diese Außentände seien zu hoch. Zumal selbst die pünktlich zahlenden Kunden in einem kalten Winter nur den normalen Abschlag gezahlt, aber mehr Strom verbraucht hätten.

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