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„Wäre riesige Tragödie“ : Bill Gates warnt die deutsche Autoindustrie

  • Aktualisiert am

Bill Gates auf einer Konferenz im Jahr 2019 Bild: AFP

Der Microsoft-Gründer investiert Milliarden Dollar im Kampf gegen den Klimawandel. Er hält auch die Kernkraft für wichtig.

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          Microsoft -Gründer Bill Gates will beim Kampf gegen den Klimawandel eingreifen und will dazu in den kommenden fünf Jahren zwei Milliarden Dollar in entsprechende Start-ups und andere Projekte investieren. Es gelte, mit Innovation eine Klimakatastrophe zu verhindern, sagte er dem „Handelsblatt“.

          Aus Sicht des Microsoft-Gründers Bill Gates braucht der Kampf gegen den Klimawandel einen kräftigen Innovations- und Investitionsschub. Nötig sei eine Verfünffachung der globalen staatlichen Forschungsausgaben in saubere Energien und andere Klimainnovation innerhalb des nächsten Jahrzehnts, sagte Gates. Deutschlands Autoindustrie mahnte er zu mehr Tempo bei der Entwicklung von E-Autos.

          „Eine riesige Tragödie“

          Deutschland habe der Welt mit der Subvention des Solarpanels „einen großen Gefallen getan“, sagte Gates. Allerdings reichten Solar- und Windenergie wegen ihrer Unzuverlässigkeit bei der Stromerzeugung bei weitem nicht aus. Die von Umweltschützern abgelehnte Kernkraft sei deshalb unerlässlich, schlussfolgerte Gates.

          Einen Mangel an Innovation attestierte Gates der Welt im Bereich Elektromobilität. Mit Ausnahme von Ländern wie Norwegen schreite die Verbreitung von E-Autos nur langsam voran. Eine Warnung richtete der Microsoft-Gründer auch an die deutschen Autobauer. Deutschland habe „wahrscheinlich mehr als jedes andere Land für die Autobranche getan“, betonte Gates. Doch: „Wenn Deutschland sich nicht bei elektrischen Autos durchsetzen kann, wäre das eine riesige Tragödie.“

          Gates äußerte sich anlässlich seines neuen Buchs „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“. Darin fordert er das Absinken der CO2-Emissionen bis 2050 auf null, um riesige Umwelt- und Wirtschaftsschäden zu vermeiden. Nötig seien unter anderem CO2-Steuern, Zertifikatehandel und die Förderung alternativer Energien.

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