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Bezahlsender : Wechsel an der Spitze von Sky Deutschland

Carsten Schmidt Bild: dpa

Über einen vorzeitigen Abschied von Carsten Schmidt war schon im Sommer spekuliert worden. Nun ist er amtlich. Der Manager bleibt dem Unternehmen aber erhalten.

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          Carsten Schmidt, der Vorsitzende der Geschäftsführung von Sky Deutschland, ist erst 56 Jahre alt und dennoch ein Urgestein des deutschen Bezahlfernsehens. Er arbeitete schon zu „Premiere“-Zeiten des legendären Filmrechtehändlers Leo Kirch in führenden Positionen für das Unternehmen in Unterföhring, das bis heute den Bundesliga-Fußball gegen Gebühr ausstrahlt. Ende dieses Jahres scheidet er aus. Sein Nachfolger wird dann Devesh Raj, gab Sky am Donnerstag bekannt. Der Amerikaner wird wie Schmidt an Andrea Zappia berichten, den italienischen Kontinentaleuropa-Chef von Sky.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

          Bei Zappia laufen die Fäden zusammen, er steuert maßgeblich die Geschicke von Sky Deutschland. Gerüchte über einen vorzeitigen Abschied von Schmidt hatte es schon im Sommer gegeben, als drei führende Sky-Manager in Unterföhring von Bord gingen; alle waren Wegbegleiter von Schmidt. Dem deutschen Manager konnte es nicht gefallen haben, wie der Mutterkonzern Sky plc in England, der im vergangenen Jahr vom amerikanischen Kabelnetzbetreiber Comcast erworben wurde, immer mehr Kompetenzen an sich gezogen hat. Seit Sky Deutschland vor vier Jahren von der Börse genommen wurde, wird auch nicht mehr vermeldet, wie es um das Unternehmen steht. Viel mehr als die ungefähre Zahl der Abonnenten (es sollen „über fünf Millionen Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz“ sein) ist kaum zu erfahren.

          Schmidt soll Sky weiter beraten

          Immerhin bleibt Schmidt dem Unternehmen vom nächsten Jahr an als Senior Advisor erhalten. Sein Rat wird gefragt sein, wenn sich Sky wieder um die Rechte der Deutschen Fußball-Liga (DFL) für die vier Spielzeiten ab 2021/22 bewirbt. In der letzten Auktion war es Sky dank der langjährigen Sport-Expertise von Schmidt gelungen, das Maximum an Live-Übertragungsrechten herauszuholen. Entsprechend wohlwollend fielen die Worte zu seinem bevorstehenden Abschied aus: „Ich möchte Carsten persönlich danken. Aufgrund seiner starken Führung und seines großartigen Einsatzes hat er einen maßgeblichen Anteil am Wachstum und Erfolg von Sky in den letzten zwei Jahrzehnten“, sagte Zappia.

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