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Bahn bessert Angebot nach : Lokführer führen Tarifverhandlungen fort

  • Aktualisiert am

Ein Lokführer im Führerstand eines ICE zwischen Erfurt und Bamberg. Bild: dpa

Bahn und Lokführer verhandeln wieder, nachdem die Bahn laut der Gewerkschaft ein verbessertes Angebot vorgelegt hat. Damit dürften Streiks fürs Erste abgewendet sein – zumindest offizielle.

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          Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL wollen Anfang des Jahres ihre Tarifverhandlungen wieder aufnehmen. Man habe von der Bahn verbesserte Angebote erhalten, teilte die GDL am Mittwoch mit. Am 3. Januar solle in Frankfurt weiter gesprochen werden. „Wir haben die Angebote auf Herz und Nieren geprüft und dann entschieden, dass wir wieder in die Verhandlungen einsteigen“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky. „Entscheidende Parameter zur Arbeitszeitverbesserung sind damit unter Dach und Fach.“

          In einigen Punkten sei man sich einig, bei der exakten Trennung von Beruf- und Privatleben müssen man noch präzisere Regelungen finden, sagte Weselsky. Präzisiert werden müssten insbesondere einige Punkte bei der exakten Trennung zwischen Dienst und Privatleben. Damit wird vorerst keine Schlichtung einberufen, die für einen Stillstand der Gespräche vereinbart ist.

          Erst nach dem Scheitern einer Schlichtung hätte die GDL auch streiken dürfen. Allerdings hatte die Gewerkschaft gedroht, dass die Mitglieder schon jetzt Überstunden ablehnen könnten, was bei der angespannten Personallage des Staatskonzerns ähnliche Auswirkungen wie ein Streik hätte haben können. Dazu, ob zumindest einige Lokführer diese Karte noch ziehen, gab es am Mittwoch keine neuen Informationen.

          Mit der größeren und in Konkurrenz zur GDL stehenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte sich die Bahn nach einem Warnstreik schon verständigt. Nach der Vereinbarung sollen die Löhne ab Juli 2019 zunächst um 3,5 Prozent, ab Juli 2020 dann um weitere 2,6 Prozent steigen. Zudem gibt es eine Einmalzahlung von 1000 Euro und die Wahlmöglichkeit zwischen Freizeit und mehr Geld. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 29 Monaten bis Ende Februar 2021. Die Bahn strebt vergleichbare Abschlüsse mit beiden Gewerkschaften an.

          Die GDL hatte die Tarifgespräche am vergangenen Freitag für gescheitert erklärt. Weselsky begründete das damit, dass die Bahn nicht bereit gewesen sei, einen schon gefundenen Abschluss zu unterzeichnen.

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