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Riesenfusion in Medienbranche : Bertelsmann führt RTL Deutschland und Gruner + Jahr zusammen

RTL und Gruner + Jahr fusionieren: Hier ein Blick auf die ehemalige RTL-Zentrale in Köln. Bild: REUTERS

Kampfansage an Netflix und Amazon: Der Medienkonzern Bertelsmann bündelt die Fernsehgruppe RTL Deutschland und Magazine wie Stern, Geo, Brigitte und Gala künftig unter einem Dach.

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          Die Fernsehgruppe RTL Deutschland und der Hamburger Zeitschriften-Verlag Gruner und Jahr fusionieren. Das neue Unternehmen wird mit Beginn des nächsten Jahres operativ an den Start gehen, teilte der Bertelsmann-Konzern am Freitag mit. Beide Unternehmen gehören zu der Gütersloher Mediengruppe.

          Carsten Germis
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          RTL wird die Magazingeschäfte und Marken von Gruner + Jahr vollständig übernehmen. Dazu gehören Zeitschriften wie Stern, Brigitte, Geo, Capital, Schöner Wohnen, Eltern und Art. Vereinbart wurde ein Kaufpreis von 230 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr macht der Zeitschriftenverlag einen Umsatz von etwa 1,14 Milliarden Euro. Die 25-Prozent-Beteiligung von Gruner + Jahr am Hamburger Nachrichtenmagazin Spiegel sowie DDV, Territory und Applike werden nicht zu RTL kommen, sondern bei Bertelsmann bleiben. Hamburg soll zudem auch nach der Fusion Sitz von Gruner + Jahr bleiben.

          Im Wettbewerb mit Amazon und Netflix

          Bertelsmann-Chef Thomas Rabe sagte, die zuständigen Gremien seien zu dem Schluss gekommen, dass die beiden Unternehmen „ihr Wachstumspotential gemeinsam besser ausschöpfen können“. In dem neuen Unternehmen werden rund 1500 Journalisten arbeiten.

          Mit der Fusion würden starke Inhalte und Marken crossmedial zusammengeführt und Fernseh-, Streaming-, Radio- und Printformate seien damit in einer Hand. „Kein anderes Medienunternehmen hierzulande kann ein derartiges, gattungsübergreifendes Wachstumsbündnis schaffen“, sagte Rabe.

          Über eine mögliche Fusion wird bei Bertelsmann bereits seit Februar – wie es heißt „ergebnisoffen“ – beraten. Mit der jetzigen Entscheidung für einen Zusammenschluss sieht Rabe die Mediengeschäfte des Unternehmens auf dem deutschen Markt im Wettbewerb mit den globalen Tech-Plattformen wie Netflix oder Amazon gestärkt.

          Das neue Unternehmen weise gegenüber den globalen Wettbewerbern Alleinstellungsmerkmale auf. Es richte sich mit einem Angebot lokaler Inhalte aller Gattungen an das Publikum.

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