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Demokratischer Senator : Bernie Sanders attackiert Walmart

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Politiker Bernie Sanders Anfang Juni in San Francisco Bild: Reuters

Bernie Sanders will Präsident der Vereinigten Staaten werden und bezeichnet sich als „demokratischer Sozialist“. Gerne greift er Unternehmen an – so jetzt auch die Supermarktkette Walmart.

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          Der amerikanische Handelsgigant Walmart sah sich auf seiner Aktionärsversammlung am Mittwoch mit einem seiner größten Kritiker konfrontiert: Der Senator Bernie Sanders, der sich um die Kandidatur der Demokratischen Partei für die Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr bewirbt, verlangte vom Unternehmen, den Mindestlohn von derzeit 11 auf 15 Dollar anzuheben. Er stellte einen Aktionärsantrag vor, in dem das Unternehmen aufgefordert wird, einen Sitz in seinem Verwaltungsrat an einen Vertreter der Belegschaft zu geben.

          Zwar dürfte der Antrag an sich keine Chance gehabt haben, weil die Inhaberfamilie Walton über gut die Hälfte der Aktien am Unternehmen verfügt. Aber der öffentlichkeitswirksame Auftritt eines prominenten Politikers wie Sanders erhöht den Druck auf Walmart.

          In Twitter-Einträgen vor der Aktionärsversammlung sagte Sanders, er kenne Walmart-Mitarbeiter, die auf staatliche Sozialleistungen angewiesen seien, weil sie so wenig verdienten. „Walmart-Mitarbeiter sollten nicht in Armut leben.“ Weiter twitterte er, die Waltons verdienten 25.000 Dollar in der Minute, ein durchschnittlicher Walmart-Mitarbeiter bekomme diese Summe im ganzen Jahr.

          Walmart hat seinen Mindestlohn in den vergangenen Jahren schon auf 11 Dollar erhöht, bleibt damit aber hinter anderen Unternehmen zurück. Amazon.com stockte seinen Mindestlohn vor einigen Monaten auf 15 Dollar auf. Diesem Schritt war damals eine Kampagne von Sanders vorausgegangen.

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